Montag, 3. Oktober 2022
Sie befinden sich hier: Startseite > Themen > Smart City > Materna bringt sich ein

Gaia-X 4 Future Mobility:
Materna bringt sich ein


[12.9.2022] Materna wirkt an der Europa-Initiative Gaia-X 4 Future Mobility mit. Zum einen entwickelt der IT-Dienstleister einen Mobilitätsdatenraum für den sicheren, souveränen Datenaustausch zwischen Fahrzeugen und Komponenten der Verkehrsinfrastruktur mit. Zum anderen bringt er seine Expertise im Aufbau von Datenökosystemen ein.

Materna ist Projektpartner in zwei von fünf Teilprojekten der Europa-Initiative Gaia-X 4 Future Mobility. Wie der IT-Dienstleister mitteilt, bringt er seine Expertise zum einen in das neu gestartete Forschungsprojekt Gaia-X 4 moveID ein. Das Vorhaben widme sich dem intelligenten Verkehrsmanagement und bringe dabei die Angebote privater und öffentlicher Anbieter zusammen. Anwendungsbereiche seien unter anderem das Smart Parking, die smarte Strombeladung für E-Fahrzeuge und die Einrichtung dynamischer Umweltzonen im urbanen Raum. In dem Projekt soll ein dezentraler Mobilitätsdatenraum für die wechselseitige Kommunikation zwischen den digitalen Identitäten der Fahrzeuge und anderen Komponenten der Verkehrsinfrastruktur entstehen. Materna entwickle diesen in den kommenden drei Jahren gemeinsam mit zahlreichen Konsortialpartnern.
Der Mobilitätsdatenraum soll im Ergebnis einen sicheren und souveränen Datenaustausch gewährleisten. Um Fahrzeuge und weitere beteiligte Komponenten, wie Ampeln, Schranken, Parkplatzautomaten, Tankstellen und Ladesäulen, zu vernetzen, wird diesen eine unverwechselbare digitale Identität zugewiesen. Jede ID sei dezentral in einer Blockchain registriert und werde mithilfe der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) validiert. Über diese Self-Sovereign-Identity(SSI)-Technologien können sich die Sensoren sämtlicher Objekte im System verbinden und anschließend interagieren.

Gewonnene Daten sinnvoll teilen

„Mit der Ad-hoc-Identifizierung und der automatisierten Freigabe von Fahrstrecken lassen sich Verkehrszonen dynamisch umsetzen“, erklärt Thomas Feld, Vice President Data Economics bei Materna. „Beispielsweise können verkehrsberuhigte Zonen und Umweltzonen temporär in Verkehrsbereichen eingesetzt werden, in denen es die Verkehrssteuerung oder die Umweltbelastung verlangt. Die Mobilität in den Städten umweltfreundlicher zu gestalten, ist eine der Hauptintentionen dieses Gaia-X Projektes.“ Laut Materna können die in den Fahrzeugen gewonnenen Daten außerdem direkt vom Automobilhersteller mitgenutzt werden und beispielsweise in Software-Updates und Produktverbesserungen einfließen. Um diesen Use Case im Projekt näher zu erforschen, werde exemplarisch die Musterfabrik von Continental an den Datenraum angebunden.
Gaia-X 4 ROMS (Remote Operation Management Services) ist das zweite Teilprojekt, in das Materna laut eigenen Angaben involviert ist. Hier bringe der IT-Dienstleister seine langjährige Expertise im Aufbau von Datenökosystemen ein. Gemeinsam mit den beteiligten Konsortialpartnern schaffe das Unternehmen somit wichtige Grundlagen für innovative Mobilitätsservices der Zukunft in ganz Europa. (ve)

https://www.gaia-x4futuremobility.dlr.de
https://www.materna.de

Stichwörter: Smart City, Materna, Digitale Souveränität, Gaia-X 4 Future Mobility



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Smart City

Smart City Studie 2022: Städte verpassen die Digitalisierung
[22.9.2022] Die Unternehmensberatung Haselhorst Associates hat ihr Smart-City-Ranking 2022 publiziert. Dafür wurden 407 der größten Städte Deutschlands untersucht. Ähnlich wie im Vorjahr lautet das Fazit: Die Umsetzung von Smart-City-Maßnahmen geht zu zögerlich voran und stagniert sogar. mehr...
SmartCity-Summit.Niederrhein: Fachkongress geht in die zweite Runde
[16.9.2022] Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr, versammelt Mönchengladbach am 23. November erneut Teilnehmende aus dem öffentlichen Sektor, der Industrie, Führungskräfte des Mittelstands, Start-ups, Digitalisierungsexperten sowie handelnde Akteure aus Kommunen, Institutionen, Verbänden, Wissenschaft und Forschung zum SmartCity-Summit.Niederrhein. mehr...
SmartCity Cologne: Planted ist Kölns KlimaStar
[7.9.2022] Die SmartCity Cologne-Konferenz hat nach Angaben der Veranstalter starke Impulse in die Domstadt ausgesendet. Das Start-up Planted ist Kölns KlimaStar 2022. mehr...
SWM: Containercheck mit LoRaWAN
[6.9.2022] In einem Pilotprojekt mit dem Abfallwirtschaftsbetrieb führen die Stadtwerke München einen Sensorentest für ein umfassendes Container-Tracking durch. Zum Einsatz kommt dabei das unternehmenseigene LoRaWAN. mehr...
Smart Country Convention (SCCON): Digitalpolitische Ziele setzen
[8.8.2022] Mitte Oktober dreht sich bei der Smart Country Convention alles um die Digitalisierung des Public Sector. Auf vier Bühnen widmen sich Expertinnen und Experten den aktuellen Fragestellungen rund um E-Government und Smart City. mehr...

Suchen...

 Anzeige



Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 7/8 2022
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2022
stadt+werk, Ausgabe 3/4 2022
stadt+werk, Ausgabe 1/2 2022
stadt+werk, Ausgabe 9/10 2022

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen

Aktuelle Meldungen