Mittwoch, 24. April 2024

Oldenburg:
Start einer Wärmeplanung


[22.3.2024] Die Stadt Oldenburg hat jetzt gemeinsam mit EWE NETZ die Erstellung eines kommunalen Wärmeplans gestartet, um bis zum Jahr 2035 eine klimafreundliche Wärmeversorgung zu ermöglichen.

Startschuss für das Projekt Kommunale Wärmeplanung in Oldenburg. In Partnerschaft mit dem regionalen Energienetzbetreiber EWE NETZ beginnt die Stadt Oldenburg jetzt die Erstellung eines kommunalen Wärmeplans. Wie die Stadt mitteilt, ist es das Ziel, bis zum Jahr 2035 eine umweltfreundliche Wärmeversorgung zu ermöglichen. Der Plan soll Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen Sicherheit über ihre zukünftige Wärmeversorgung bieten.
Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (SPD) erläutert: „Die kommunale Wärmeplanung ist eine ganz wesentliche Grundlage für die Energiewende, um künftig weitestgehend ohne fossile Brennstoffe auszukommen. Wir freuen uns darüber, mit EWE NETZ eine kompetente Partnerin an unserer Seite zu haben, die sich die entsprechende Expertise aufgebaut hat und über exzellentes Know-how in diesem Bereich verfügt. Am Ende soll eine auf Oldenburg zugeschnittene Strategie für die Wärmewende stehen, die erste Maßnahmen für das Stadtgebiet umfasst.“

Vier Phasen

Der einjährige Planungsprozess gliedert sich der Stadt zufolge in vier Phasen: Bestands- und Potenzialanalyse, Zielszenarienentwicklung und die Ausarbeitung einer Wärmewendestrategie. Die Stadt verpflichte sich, innerhalb von fünf Jahren nach Veröffentlichung des Plans mindestens fünf der vorgeschlagenen Maßnahmen umzusetzen.
Stadtbaurätin Christine-Petra Schacht betonte die Beteiligung der Öffentlichkeit an diesem Prozess und unterstrich die Bedeutung einer klimagerechten Infrastruktur für alle Bürgerinnen und Bürger.
Gemeinsam mit EWE NETZ werde ein Fahrplan für eine klimafreundliche Zukunft entwickelt, der Klimaneutralität und Versorgungssicherheit vereint. Durch die Nutzung eines digitalen Zwillings der Stadt werden Struktur- und Verbrauchsdaten transparent gemacht, um eine effiziente Planung zu ermöglichen.

Digitaler Zwilling der Stadt

Als Energienetzbetreiber verfüge EWE NETZ bereits über umfangreiche Struktur- und Verbrauchsdaten. Zudem nutze der Netzbetreiber eine spezielle Software, den so genannten digitalen Zwilling der Firma enersis europe. Mithilfe des Programms werde die Stadt gebäudescharf digital dargestellt und der Energieverbrauch, Energieträger und erneuerbare Potenziale transparent sichtbar gemacht. Dafür analysiere, kombiniere und interpretiere die Software alle zur Verfügung stehenden Daten. „Auf Basis unserer langjährigen Erfahrungen mit der kommunalen Energieversorgung haben wir ein ganzheitliches Lösungspaket entwickelt“, sagt Börge Wenholz, Mitglied der Geschäftsleitung von EWE NETZ. „Alle gesetzlichen Anforderungen und die Bedürfnisse der Stadt Oldenburg werden dabei berücksichtigt.“
Die kommunale Wärmeplanung ist laut Auskünften der Stadt nicht nur eine Reaktion auf gesetzliche Anforderungen, sondern auch Teil ihres Ziels, bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu werden. Die Umstellung von fossilen Brennstoffen auf nachhaltige Energiequellen sei ein entscheidender Schritt zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen. (th)

https://www.oldenburg.de
https://www.ewe-netz.de

Stichwörter: Wärmeversorgung, EWE Netz, Oldenburg

Bildquelle: Mohssen Assanimoghaddam

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Wärmeversorgung

Iqony/RWE: Fernwärme aus Müll bis 2026
[23.4.2024] Iqony Fernwärme und RWE schließen einen neuen Wärmeliefervertrag. Dabei wird Abwärme aus dem Essener Müllheizkraftwerk Karnap zu Fernwärme gewandelt. Der Vertrag läuft bis Ende 2036. mehr...
Stadtwerke Bochum: Grüne Fernwärme durch Pflanzenkohle
[19.4.2024] Das Climate Tech Start-up Novocarbo hat jetzt die Stadtwerke Bochum als Partner für den neuesten Standort seiner Net-Zero-Lösung gewonnen. Der gemeinsam geplante Carbon Removal Park Bochum soll künftig nicht nur die Fernwärme in Bochum grüner machen, sondern auch eine besondere Kohle produzieren, die im Kampf gegen den Klimawandel helfen kann. mehr...
Der Carbon Removal Park Bochum soll künftig eine besondere Kohle produzieren, die im Kampf gegen den Klimawandel helfen kann.
Wiesbaden: Neue Pumpe für Fernwärme
[19.4.2024] Wiesbaden will die Wärmeversorgung umbauen. Dazu wurde eine neue Fernwärme-Pumpstation durch den Energiedienstleister ESWE installiert. mehr...
Mit großem Interesse besichtigten die Besucher die neue Anlage.
Hamburg: Wärmeprojekt vollständig in Betrieb
[18.4.2024] Das Hamburger Wärmeprojekt in der Müllverwertungsanlage Borsigstraße ist jetzt vollständig in Betrieb gegangen. Das Projekt steigert die Effizienz der Wärmeerzeugung ohne Brennstoff-Mehreinsatz sowie ohne Veränderung der Emissionsfracht. mehr...
Das Wärmeprojekt der Müllverwertungsanlage Borsigstraße in Hamburg ist jetzt vollständig in Betrieb gegangen.
RheinEnergie: 23 Meter hoher Speicher in Betrieb
[16.4.2024] RheinEnergie hat einen großen Fernwärmespeicher in Betrieb genommen. Er soll eine tragende Säule für die Wärmeversorgung in Köln werden. mehr...
Der neue Speicher ist 23 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 13 Metern.

Suchen...

 Anzeige

 Anzeige



Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Wärmeversorgung:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH
Meriaura Energy Oy
22761 Hamburg
Meriaura Energy Oy

Aktuelle Meldungen