EW-Medien-2405.15-rotation

Donnerstag, 30. Mai 2024

Rödl & Partner:
Studie zur Nachhaltigkeitsberichten


[16.5.2024] Eine Kurzstudie zur Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten nach der neuen CSRD-Richtlinie wurde von Rödl & Partner durchgeführt. Eine Online-Umfrage unter Experten zeigt, wie Stadtwerke und kommunale Unternehmen mit den neuen Anforderungen umgehen.

Kurzstudie zur CSRD zeigt Herausforderungen für Stadtwerke. Rödl & Partner hat eine Kurzstudie veröffentlicht, die zeigt, wie Stadtwerke und kommunale Unternehmen in Deutschland mit den neuen Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) umgehen. Von Februar bis März 2024 wurden 51 Experten aus unterschiedlichen Hierarchieebenen und Funktionen der Branche befragt. Anton Berger, Partner und Leiter des Bereichs Energie bei Rödl & Partner, erklärt: „Unsere Studie soll dazu beitragen, ein besseres Verständnis für die Bedeutung der CSRD und der ESG-Berichterstattung zu schaffen. Durch eine fiktive Fallstudie und die Analyse der Herausforderungen wollen wir die betroffenen Unternehmen dabei unterstützen, sich auf die kommenden Anforderungen vorzubereiten und die neuen Pflichten zu erfüllen.“
Die CSRD werde in den kommenden Jahren zu erheblichen Veränderungen in der Berichterstattung über Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) für alle Unternehmen in Europa führen. Für Stadtwerke und kommunale Unternehmen bedeute dies, dass Nachhaltigkeits- und Finanzinformationen künftig gleichberechtigt nebeneinander stehen werden.

Datenbeschaffung als größte Herausforderung

Die Kurzstudie von Rödl & Partner beleuchtet anhand eines fiktiven Fallbeispiels die Anforderungen der CSRD und zeigt die notwendigen Prozesse zur Nachhaltigkeitsberichterstattung auf. Dazu gehören die Wesentlichkeitsanalyse, die Festlegung der Berichtsgrenzen und die Datenerhebung im Rahmen der European Sustainability Reporting Standards (ESRS). Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass die Datenbeschaffung für die Unternehmen das häufigste Problem darstellt. Weitere Herausforderungen sind Zeit- und Personalmangel sowie Schwierigkeiten bei der Integration von Nachhaltigkeitszielen in die Unternehmensstrategie.

Umweltinitiativen (Environment)

Im Umweltbereich zeigt die Studie einen klaren Trend zu Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien, die den Übergang zu nachhaltiger Energie und langfristiger Rentabilität unterstützen. Viele Unternehmen haben bereits Transformationspläne für Wärmenetze und Energieeffizienz in Gebäuden umgesetzt. Verbesserungsbedarf besteht jedoch bei der Transparenz von Treibhausgasemissionen und beim Abfall-Management. Weniger Unternehmen setzen Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität und zum Wasserressourcen-Management um. Auch Initiativen für nachhaltige Beschaffung, Lieferketten und Kreislaufwirtschaft müssen weiter ausgebaut werden.

Soziale Initiativen (Social)

Unternehmen setzen zunehmend auf soziale Verantwortung und nachhaltige Arbeitsbedingungen. Dazu gehören angemessene Löhne, die Förderung der Work-Life-Balance und sichere, unbefristete Arbeitsverhältnisse. Zudem investieren sie in die Kompetenz- und Persönlichkeitsentwicklung der Mitarbeitenden und haben Beschwerdemechanismen eingerichtet. Obwohl die Gleichstellung der Geschlechter angestrebt wird, besteht Handlungsbedarf bei der Sensibilisierung für Diversity und transparenten Lohnstrukturen. Auch die Überprüfung der Sozialstandards in der Lieferkette bleibt eine Herausforderung.

Unternehmensführung (Governance)

Bei der Unternehmensführung nach ESG-Kriterien setzen die Unternehmen verstärkt auf Risiko-Management, interne Unternehmenskommunikation, Compliance-Management-Systeme und Führungskräftetrainings. Verbesserungspotenzial besteht bei der Verankerung von Governance-Praktiken in den Unternehmenswerten und der Unternehmenskultur sowie bei der Einrichtung unabhängiger Aufsichtsgremien. Die Stärkung interner Ethik- und Verhaltensrichtlinien sowie eine transparente Berichterstattung sind notwendig, um eine verantwortungsvolle und nachhaltige Unternehmensführung zu gewährleisten.
Rödl & Partner betont, dass die Umsetzung der CSRD ein breites Spektrum an Maßnahmen und ein hohes Maß an Engagement und Expertise erfordert. Die Kurzstudie biete Unternehmen wertvolle Einblicke und Unterstützung bei der Bewältigung der neuen Berichtspflichten.
(al)

Studie zur CSRD-Nachhaltigkeitsberichtserstattung in der Energiewirtschaft (Deep Link)

Stichwörter: Politik, Rödl & Partner, Nachhaltigkeit, CSRD-Richtlinie

Bildquelle: Rödl & Partner

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik

Erneuerbare Energien: Wertschöpfungsrechner aktualisiert
[30.5.2024] Der Online-Wertschöpfungsrechner für erneuerbare Energien wurde überarbeitet. Kommunen können nun noch besser den wirtschaftlichen Nutzen und die CO2-Einsparungen durch lokale Energiewendeprojekte berechnen. mehr...
Der wirtschaftliche Nutzen von Erneuerbare-Energien-Projekten kann mit dem Online-Wertschöpfungsrechner berechnet werden.
Laatzen: Klimaneutral mit enercity
[27.5.2024] Gemeinsam mit enercity setzt Laatzen Wärme- und Mobilitätsprojekte als Bausteine auf dem Weg zur Klimaneutralität der niedersächsischen Stadt um. Bürgermeister Kai Eggert und enercity-Vorstand Marc Hansmann haben die Pläne jetzt vorgestellt. mehr...
enercity-Vorstandsmitglied Marc Hansmann (l.) und Laatzens Bürgermeister Kai Eggert geben den Startschuss für die kommunale Wärmeplanung sowie für die Mobilitätsoffensive.
PEE BW: Appell an Kommunen
[23.5.2024] Die Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg hat jetzt an die Kommunen appelliert, den Ausbau der erneuerbaren Energien stärker voranzutreiben. Sie sind wichtige Akteure bei der Energiewende, denn die Anlagen für erneuerbare Energien entstehen vor Ort. mehr...
Die PEE BW fordert, dass sich Kommunen stärker für den Ausbau erneuerbarer Energien einsetzen sollen.
Rheinland-Pfalz: Auftakt zur Datenwerkstatt
[15.5.2024] Ein neues Projekt des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität will verlässliche Prognosen für den künftigen Energiebedarf erstellen. Der Auftakt der Projekts Datenwerkstatt hat jetzt stattgefunden. mehr...
Klimaschutzministerin Katrin Eder beim Auftakt zur Datenwerkstatt Rheinland-Pfalz.
TransnetBW: Vorschuss fördert Kraftwerksbau
[14.5.2024] Das Neubauvorschusskonzept des Übertragungsnetzbetreibers TransnetBW setzt wirksame Anreize für den Kraftwerkszubau an strategisch wichtigen Standorten, so eine Studie von Enervis. TransnetBW-Chef Werner Götz erwartet Einsparungen von über einer Milliarde Euro durch das Konzept. mehr...
TransnetBW-Chef Werner Götz erwartet Einsparungen von über einer Milliarde Euro durch das Neubauvorschusskonzept.

Suchen...

 Anzeige

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Langmatz GmbH
82467 Garmisch-Partenkirchen
Langmatz GmbH
IVU Informationssysteme GmbH
22846 Norderstedt
IVU Informationssysteme GmbH
energielenker Gruppe
48155 Münster
energielenker Gruppe
ITC AG
01067 Dresden
ITC AG

Aktuelle Meldungen