BDEW-Waermewend-2406.05-rotation

Mittwoch, 26. Juni 2024

Bundesregierung:
Wasserstoffstrategie verabschiedet


[11.6.2020] Am 10. Juni 2020 hat die Bundesregierung ihre Nationale Wasserstoffstrategie verabschiedet. Zentrale Erzeugungskapazitäten sollen in Nordafrika entstehen. Im Wärmemarkt soll Wasserstoff keine Verwendung finden.

Neben der Chemie ist die Mobilität und der Aufbau eines Tankstellennetzes eines der großen Anwendungsfelder der Nationalen Wasserstoffstrategie. Deutschland will bei neuen und grünen Wasserstofftechnologien weltweit führen, so Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zur Verabschiedung der Nationalen Wasserstoffstrategie am 10. Juni 2020 durch die Bundesregierung. Bis 2030 sollen unter anderem Erzeugungsanlagen von bis zu fünf Gigawatt aufgebaut werden. Weitere fünf GW sollen spätestens 2040 installiert werden. Sieben Milliarden Euro sollen dafür aus dem Konjunkturpakt (wir berichteten) kommen. Weitere zwei Milliarden Euro stehen für Partnerschaften im Ausland bereit. Das betrifft insbesondere Nordafrika, wo ein Großteil der Erzeugungskapazitäten entstehen soll, da hierzulande nicht genug erneuerbare Energien für den Elektrolyseprozess zur Verfügung stehen.
Die Strategie enthält 38 Einzelmaßnahmen. Dazu gehören Investitionszuschüsse und der Aufbau eines Tankstellennetzes. Im Wärmemarkt jedoch soll Wasserstoff außen vor bleiben. Vorrangige Anwendungen werden in der Industrie und in der Mobilität gesehen.
Von den Branchenverbänden wurde die Wasserstoffstrategie überwiegend begrüßt. „Darauf müssen wir aufbauen und in der Umsetzung Tempo machen“, erklärte Kerstin Andreae, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Sie bemängelt jedoch, dass im Wärmemarkt Potenziale verschenkt würden. Denn im Wärmemarkt ermöglichten steigende Anteile erneuerbarer und dekarbonisierter Gase bezahlbaren Klimaschutz.
„Viele Stadtwerke haben bereits eigene Wasserstoffprojekte entwickelt oder haben sie in der Planung“, erklärte Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) und kritisierte deswegen, dass die Strategie kaum auf die dezentrale Wasserstofferzeugung eingehe. Beim Thema Wasserstoff dürfe man nicht nur an Sahara und Rub al-Chali-Wüste denken, sondern auch an heimische Regionen wie Ruhrgebiet und Rheingau. (ur)

https://www.bdew.de
https://www.vku.de

Stichwörter: Politik, Wasserstoffstrategie

Bildquelle: Shell

Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik

BMDV: DLR erhält Förderbescheid
[25.6.2024] Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat jetzt vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr einen Förderbescheid in Höhe von 130 Millionen Euro für den Bau der Technologieplattform Power-to-Liquid-Kraftstoffe erhalten. Mit der Forschungsanlage in Leuna, Sachsen-Anhalt, sollen Technologien für die Produktion strombasierter Kraftstoffe in industriellem Maßstab erforscht und entwickelt werden. mehr...
Vi­sua­li­sie­rung Tech­no­lo­gie-Platt­form PtL (TPP) für die das DLR jetzt einen Förderbescheid  in Höhe von 130 Millionen Euro vom BMDV erhalten hat.
KlimaQuartiere.NRW: Auszeichnung dreier Projekte
[25.6.2024] Drei Neubau- und Modernisierungsprojekte in Köln und Bochum haben jetzt im Rahmen des Projekts KlimaQuartier.NRW eine Auszeichnung erhalten. mehr...
SAENA: Zustimmung zu Gesetz des Landtags
[25.6.2024] Der Sächsische Landtag hat kürzlich das „Gesetz zur Ertragsbeteiligung der Kommunen an Windenergie- und Photovoltaikanlagen“ verabschiedet. Die SAENA hat das Gesetzt jetzt begrüßt, da es deren Arbeit in zentralen Bereichen stärkt. mehr...
Energiewende: BDEW fordert Kostensenkung
[21.6.2024] Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) betont die Notwendigkeit, den Umbau des Energiesystems kosteneffizient zu gestalten. Mit gezielten Maßnahmen sollen Milliarden eingespart und die Energiewende vorangetrieben werden. mehr...
Schleswig-Holstein: EWKG novelliert
[21.6.2024] In Schleswig-Holstein hat das Kabinett jetzt dem Entwurf der Novelle des Gesetzes über die Energiewende, den Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels (EWKG) zugestimmt. Mit der Novelle soll das im Koalitionsvertrag vereinbarte Ziel der Klimaneutralität 2040 gesetzlich festgeschrieben werden. mehr...

Suchen...

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
energielenker Gruppe
48155 Münster
energielenker Gruppe
ITC AG
01067 Dresden
ITC AG
Langmatz GmbH
82467 Garmisch-Partenkirchen
Langmatz GmbH

Aktuelle Meldungen