Donnerstag, 6. August 2020
Sie befinden sich hier: Startseite > Themen > Klimaschutz > Kommunen als Vorbild

Serie: Startklar für den Klimaschutz (Teil 1):
Kommunen als Vorbild


[18.6.2020] Mobilitätskonzepte, Energie-Management sowie -Contracting – die Liste der Maßnahmen für ein erfolgreiches Klimaschutzkonzept ist lang. Doch wo anfangen? Die neue Serie von stadt+werk in Zusammenarbeit mit der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg beleuchtet die wichtigsten Handlungsmöglichkeiten. Im ersten Teil geht es um systematische Ansätze im Klimaschutz.

Der Schlüssel zum erfolgreichen kommunalen Klimaschutz liegt in einem systematischen Ansatz und einem maßgeschneiderten Konzept. Die Proteste der Fridays-for-Future-Bewegung sorgten vor der globalen Ausbreitung von COVID-19 weltweit für Schlagzeilen. Auch wenn die Berichterstattung aktuell in den Hintergrund geraten ist, gehört Klimaschutz nach wie vor zu den Top-Themen. Entscheidende Weichen zur Bewältigung der Klimakrise werden in Deutschland auf Bundesebene gestellt, die konkrete Umsetzung jedoch findet in den Kommunen statt. „Rund 400 Kommunen in Baden-Württemberg betreiben bereits kommunales Energie-Management“, berichtet Harald Bieber, Leiter des Kompetenzzentrums Kommunaler Klimaschutz der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW). „Doch sie müssen noch stärker in ihre Rolle als Vorbild und Mitgestalter eines umfassenden Klimaschutzes hineinwachsen.“

Bestandsaufnahme, Analyse, Strategie

Manche Gemeinden scheuen sich noch vor dieser scheinbaren Mammutaufgabe. Der Schlüssel zu einem guten Start und zum nachhaltigen Erfolg liegt in einem systematischen Ansatz. Dieser sollte aus einer Bestandsaufnahme, der Analyse der Möglichkeiten sowie der Entwicklung einer passenden Strategie bestehen. Es gilt, Harald Bieber leitet bei der KEA-BW das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz. ungenutzte lokale Potenziale für Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu erkennen und geeignete Maßnahmen für deren Nutzung in die Wege zu leiten. Wesentliche Handlungsfelder sind dabei die kommunalen Liegenschaften, das große Themenfeld Bauen und Sanieren sowie die kommunale Wärmeplanung.
„Eine erste einfache Selbsteinschätzung ermöglicht der Quick-Check kommunaler Klimaschutz, der kostenlos auf der KEA-BW-Website heruntergeladen werden kann“, empfiehlt Bieber. Mit diesem Test können Kommunen erkennen, wo sie stehen und das Ergebnis als Grundlage für Beratungsgespräche mit der Landesenergieagentur nutzen.

Erfolge sichtbar machen

Zudem sei es sinnvoll, eine Energie- und CO2-Bilanz für die Kommune zu erstellen und über die Jahre fortzuschreiben. Das macht Erfolge im Klimaschutz sichtbar. Bieber rät auch, das Beratungsangebot der regionalen Energieagenturen in Anspruch zu nehmen. Denn: „Wer umfassende Maßnahmen langfristig umsetzen möchte, sollte sich bei Experten nach Fördermöglichkeiten und Modelllösungen erkundigen. So entsteht eine zukunftsfähige Strategie.“
Bund oder Land fördern viele Klimaschutz-Aktivitäten. Dies gilt sowohl für Investitionen, zum Beispiel in die energetische Modernisierung von Gebäuden, als auch für konzeptionell-strategische Maßnahmen, wie die Erstellung von Klimaschutzkonzepten. „In der Vielfalt der Angebote den Überblick zu behalten und den passenden Lösungsansatz für die eigene Gemeinde zu finden, ist keine einfache Aufgabe – deshalb unterstützen wir die Kommunen dabei“, erklärt Bieber. (sav)

Weitere Informationen zum Quick-Check kommunaler Klimaschutz (Deep Link)
Weiter zum Video „In sechs Schritten zum kommunalen Klimaschutz“ (Deep Link)

Stichwörter: Klimaschutz, KEA

Bildquelle v.o.n.u.: KEA-BW, KEA-BW

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Klimaschutz

Kommunaler Klimaschutz: Erstmals 100-Prozent-Förderung möglich
[5.8.2020] Das Bundesumweltministerium hat jetzt die Fördermöglichkeiten der Nationalen Klimaschutzinitiative erweitert. Finanzschwache Kommunen können Zuschüsse von bis zu 100 Prozent beziehen. mehr...
Serie: Startklar für den Klimaschutz (Teil 4): Contracting als Rundum-Sorglos-Paket
[30.7.2020] Im vierten Teil der Serie „Startklar für den Klimaschutz“ wird ein Werkzeug vorgestellt, das Sanierungen günstig macht und sicher: das Energie-Contracting. Die Serie in Zusammenarbeit mit der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) beschäftigt sich mit den wichtigsten Handlungsmöglichkeiten für Kommunen beim Klimaschutz. mehr...
Die Straßenbeleuchtung ist in vielen Gemeinden noch immer ein großer Energieschlucker – dabei lässt sie sich mit einer Contracting-Lösung oft kostengünstig modernisieren.
Kreis Borken: Über 70 Prozent aus Erneuerbaren
[23.7.2020] Der Kreis Borken ist laut aktuellen Zahlen zum Ausbau erneuerbarer Energien des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen auf dem zweiten Platz. Bei Biomasse und Photovoltaik sei der Kreis sogar Spitzenreiter im nordrhein-westfälischen Vergleich. mehr...
Mehr als 70 Prozent des Strombedarfs im Kreis Borken werden inzwischen durch erneuerbare Energien gedeckt – den größten Anteil daran hat die Windkraft.
Serie: Startklar für den Klimaschutz (Teil 3): Energie-Management ist elementar
[16.7.2020] Die Serie „Startklar für den Klimaschutz“ in Zusammenarbeit mit der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) beschäftigt sich mit den hierfür wichtigsten Handlungsmöglichkeiten für Kommunen. Im dritten Teil geht es um die Einführung eines Energie-Management-Systems. mehr...
Kom.EMS erleichtert den Einstieg ins Thema, unterstützt bei ersten Maßnahmen und sichert eine Vergleichs- und Beratungsgrundlage für die Entwicklung des Konzepts.
Stadtwerke Münster: CO2-Bilanz über Plattform kompensieren
[7.7.2020] Der Kampf gegen den Klimawandel steht im Fokus der neuen Strategie der Stadtwerke Münster. Mit einer Plattform zum Erfassen und Kompensieren des CO2-Ausstoßes sollen die Münsteraner auf dem Weg zum grünen Fußabdruck unterstützt werden. mehr...
Sebastian Jurczyk, Geschäftsführer der Stadtwerke Münster, stellt die neue Plattform zur CO2-Kompensation vor.

Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 7/8 2020
stadt+werk, Sonderheft Juni 2020
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2020
stadt+werk, Ausgabe 3/4 2020

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Klimaschutz:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen