Montag, 4. Juli 2022

Wasserkraftwerke:
Freie Flussabschnitte ungefährdet


[11.2.2021] Der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke wehrt sich gegen die Vorwürfe einiger Umweltverbände, dass die letzten frei fließenden Flussabschnitte gefährdet seien.

Der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke wehrt sich gegen die Vorwürfe, dass die letzten frei fließenden Flussabschnitte gefährdet seien. Der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke (BDW) nimmt Stellung zu einem offenen Brief des BUND, WWF und anderer Umweltverbände „Erhalten Sie die letzten frei fließenden Flussabschnitte" vom 9. Februar 2021. In dem offenen Brief würde, so der Verband, unterstellt, dass mit dem aktuellen Gesetzentwurf des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) die letzten frei fließenden Flussabschnitte in Deutschland durch Neubauten und Modernisierungen kleiner Wasserkraftwerke gefährdet seien. Das sei in keiner Weise zutreffend. „Sinn der Einfügung des Paragrafen 11a WHG, auf den sich die Verbände im ersten Absatz ihres Briefs beziehen, ist es, lediglich EU-Vorgaben umzusetzen und die derzeit bis zu zehn Jahren dauernden Genehmigungsverfahren von Wasserkraftanlagen zu straffen. Es bedeutet in keiner Weise, dass umweltschutzrechtliche Vorgaben ausgehebelt oder weniger streng angewendet werden sollen", betont BDW-Präsident Hans-Peter Lang. Die Sorge, dass unverbaute Flüsse dadurch leiden werden, sei völlig unbegründet. Vielmehr begrüße man es, dass der Gesetzgeber und die Politiker richtigerweise erkannt haben, dass unsäglich lange Genehmigungsverfahren keinem Antragsteller zugemutet werden können und künftig behördliche Entscheidungsprozesse effizienter ablaufen sollen.
Der Neubau von Wasserkraftanlagen nur zur Stromgewinnung in frei fließenden Gewässern sei ohnehin durch hohe naturschutzrechtliche Standards, die eingehalten werden müssen, kaum möglich. Das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz sehe auch keine Förderung dafür vor. Aufgrund ihrer Stetigkeit und ihrem Beitrag zur Netzstabilität sei die Wasserkraft ein wichtiger Bestandteil des Umbaus der Energieversorgung und damit des Klimaschutzes. De facto werde der weitere Ausbau der Wasserkraft unter anderem durch gesetzliche Verbote aus dem Wasserrecht jedoch erheblich gebremst. Es sei nicht das Ziel, neue Anlagen in frei fließenden Gewässern zu bauen. (ur)

https://www.wasserkraft-deutschland.de

Stichwörter: Wasserkraft, BUND, WWF, Wasserhaushaltsgesetz

Bildquelle: Frank Urbansky

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Wasserkraft

Bayern: Wasserkraftverbände begrüßen Initiative
[28.4.2022] Die bayerischen Wasserkraftverbände haben die Bundesratsinitiative Bayerns zur Wasserkraft im EEG 2023 begrüßt. mehr...
BDEW / VDMA: Wasserkraft versorgt und stabilisiert
[22.4.2022] BDEW und VDMA Power Systems haben ein Papier zur Rolle der Wasserkraft für Versorgungssicherheit und Systemstabilität veröffentlicht. mehr...
Die neue EEG-Version bedroht kleine Wasserkraftwerke mit unter 500 kW Leistung.
Wasserkraftverband Mitteldeutschland: Helles Entsetzen über Osterpaket
[19.4.2022] Mit der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes wird das Ende der Kleinwasserkraft in Deutschland eingeleitet. Das befürchtet der Wasserkraftverband Mitteldeutschland. Wenn die Pläne umgesetzt werden, stünden allein im Verbandsgebiet 90 Prozent der Anlagen vor dem Aus. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Wasserkraft kaum genutzt
[8.4.2022] Im größten deutschen Bundesland wird Wasserkraft kaum genutzt, der Zubau ist minimal. Das ist die Bilanz des Landesverbands Erneuerbare Energien NRW. mehr...
Wasserkraft spielt in Nordrhein-Westfalen bislang eine geringe Rolle.
EEG 2023: Das Aus für die kleine Wasserkraft
[16.3.2022] Wenn das EEG 2023 im jetzigen Entwurf umgesetzt würde, könnte dies das Aus für viele kleine Wasserkraftanlagen bedeuten. mehr...

Suchen...

 Anzeige



Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 5/6 2022
stadt+werk, Ausgabe 3/4 2022
stadt+werk, Ausgabe 1/2 2022
stadt+werk, Ausgabe 11/12 2021

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
VOLTARIS GmbH
67133 Maxdorf
VOLTARIS GmbH
Uniper
40221 Düsseldorf
Uniper
Savosolar GmbH
22761 Hamburg
Savosolar GmbH
IVU Informationssysteme GmbH
22846 Norderstedt
IVU Informationssysteme GmbH

Aktuelle Meldungen