BDEW-Waermewend-2406.05-rotation

Montag, 24. Juni 2024

Stadtroda:
Erster klimaneutraler Plattenbau


[20.4.2023] Im thüringischen Stadtroda ist der Umbau eines DDR-Plattenbaus mit 144 Wohnungen fast abgeschlossen. Unter anderem trägt eine neuartige Art der Wärmerückgewinnung dazu bei, dass das Gebäude klimaneutral ist.

Der Umbau des Plattenbaus in Stadtroda steht kurz vor seiner Vollendung. In Stadtroda ist jetzt ein DDR-Plattenbau mit 144 Wohnungen kurz davor, klimaneutral zu werden. Wie das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) mitteilt, sorgt dafür unter anderem eine neuartige Wärmerückgewinnung aus dem Brauchwasser von Waschmaschine oder Badewanne.
In Stadtroda würden Mieterinnen und Mieter dauerhaft vom niedrigeren Energiebedarf profitieren und damit warm-mietneutral wohnen können. Die Sanierung des Wohnblocks habe das Umweltministerium mit 2,4 Millionen Euro gefördert. Innovativer Kern sei ein neuartiger Wärmetauscher. Er bringe die Wärmeenergie aus Badewanne, Spül- oder Waschmaschine über die Heizung in die Wohnung zurück. Gemeinsam mit dem Verband der Thüringer Wohnungswirtschaft (vtw) hätten die Planer damit am Beispiel der WBG Stadtroda ein musterhaftes Konzept für seriell gefertigte Wohngebäude der 1980er-Jahre entwickelt. Es sei nutzbar für tausende Wohnungen gleichen Typs in ganz Thüringen. Die WBG Stadtroda vermiete derzeit 547 Wohnungen in 20 Objekten.
Im Sommer sollen die meisten energetischen Modernisierungen des Gebäudes in der August-Bebel-Straße 13 abgeschlossen sein – bis zum Frühjahr 2024 laufe die Gesamtprojektzeit. Eine neue Lüftungsanlage, Balkonverglasungen für jede Wohnung und Photovoltaik auf dem Dach sorgten mit einer vergleichsweise moderaten Investition für den klimaneutralen Betrieb des Wohnhauses. Dabei machten sich die Planer die in Plattenbauten bereits guten energetischen Grundlagen zunutze. Ein Eingriff in die Gebäudehülle, etwa für aufwendiges Dämmen, entfalle so. (th)

https://www.stadtroda.de
https://umwelt.thueringen.de

Stichwörter: Klimaschutz, Thüringen, Stadtroda, TMUEN, vtw

Bildquelle: TMUEN

Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Klimaschutz

Brandenburg: Start einer Online-Beteiligung
[24.6.2024] Vom 25. Juni bis zum 15. Juli haben in Brandenburg Bürgermeister, Landräte, Amtsdirektoren und Klimaschutz-Manager die Möglichkeit, in einer Umfrage und einem Dialogbereich ihre Bedarfe und Erfahrungen mitzuteilen. mehr...
Metropolregion Nürnberg: Emissionen müssen schneller sinken
[14.6.2024] Die Metropolregion Nürnberg hat ihre Treibhausgasemissionen seit 1990 um ein Drittel reduziert. Dies reicht jedoch nicht aus, um bis 2040 klimaneutral zu werden. Die CO2-Reduktion muss von derzeit 3,7 auf 5,1 Prozent pro Jahr gesteigert werden. mehr...
Bilanz zu Treibhausgas-Emissionen in der Metropolregion Nürnberg vorgestellt.
Schleswig-Holstein: Fahrplan zur Klimaneutralität
[12.6.2024] In Schleswig-Holstein haben sich die Stadtwerke Flensburg, Kiel und Neumünster sowie das Energiewendeministerium jetzt auf einen gemeinsamen Fahrplan zur Transformation der Energieproduktion geeinigt. Damit wollen sie das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 erreichen. mehr...
Baden-Württemberg: Landesgebäude sparen Energie
[6.6.2024] Im Jahr 2023 wurden in Baden-Württemberg 359 Maßnahmen zur Energieeinsparung und Emissionsminderung an landeseigenen Gebäuden umgesetzt. Dazu zählen Maßnahmen zur besseren Wärmedämmung, zur Optimierung technischer Anlagen, LED-Beleuchtung, Photovoltaikanlagen und Heizungserneuerungen. mehr...
Hamburg: Museen reduzieren CO2-Verbrauch
[6.6.2024] Das Hamburger Projekt Elf zu Null kann zwei Jahre nach seinem Start erste Erfolge verzeichnen. In ihm haben sich vor zwei Jahren elf Kultureinrichtungen zusammengetan, um ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren. mehr...
Auch die Hamburger Kunsthalle konnte ihre Treibhausgasemissionen reduzieren.