BDEW-Waermewend-2406.05-rotation

Sonntag, 23. Juni 2024

Stadtwerke Trier:
Ökostrom macht 70 Prozent aus


[6.5.2024] Rund 70 Prozent des erzeugten Stroms stammt bei den Stadtwerken Trier (SWT) mittlerweile aus erneuerbaren Energien. Bis zum Jahr 2030 sollen es 100 Prozent sein. Dafür bauen die SWT nicht nur neue Anlagen, sondern formen auch die nötigen Flexibilitätsbausteine.

Eine installierte Leistung von rund 167 Megawatt (MW) wiesen Ende 2023 die Erneuerbare Energien Anlagen der Stadtwerke Trier (SWT) auf. Das entspricht nach Angaben der Stadt in Rheinland-Pfalz rund 70 Prozent des Absatzes der SWT. Erzeugt werde der Strom mit 30 Windenergieanlagen in fünf Parks, 45 großen und zahlreichen kleineren Photovoltaikanlagen sowie mehreren Wasserkraftanlagen. Zähle man alle Anlagen zusammen, an denen die SWT beteiligt sind, liefern diese jährlich rund 305 Millionen Kilowattstunden Ökostrom (Stand: Ende 2023). Das reiche rechnerisch aus, um mehr als 87.000 Musterhaushalte mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden pro Jahr zu versorgen. Insgesamt werden so im Vergleich zum bundesdeutschen Strommix mit 377 Gramm CO2 pro Kilowattstunde knapp 115.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. Und der Ausbau geht laut Trier weiter. Nach der Inbetriebnahme des Windparks Bescheid-Süd stehe aktuell das Solarkraftwerk Südeifel, das größte PV-Projekt in der Region mit einer installierten Leistung von über 200 MW, in den Startlöchern. Ziel des regionalen Energie- und Infrastrukturdienstleisters sei es, die Stromversorgung der Kunden in der Region bis zum Jahr 2030 komplett nachhaltig umzustellen. Die Energie soll dann ausschließlich aus regionalen und regenerativen Erzeugungsanlagen stammen.
Um diese Herausforderung als Energieregion Trier zu meistern, arbeiten die Stadtwerke an Flexibilitätsbausteinen, die den Echtzeitbedarf der Zielregion auch nachts und bei Windflauten decken. Dazu zähtl laut Trier beispielsweise das intelligente Last-Management auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI), Batterien in Form von Heimspeichern oder Fahrzeugbatterien oder die Nutzung von grünen Gasen in Blockheizkraftwerken (BHKW) mit Wärmespeichern sowie Power2X-Technologien zur Speicherung von grünem Überschussstrom. Wo immer möglich nutzen die Stadtwerke die bestehende Infrastruktur, um sektorübergreifend gesamtgesellschaftliche Vorteile zu schaffen. Beispiele dafür seien der Umbau des Gasverteilnetzes zum Speichernetz für regionale Grüngase oder die KI-basierte Nutzung von Trinkwasserhochbehältern als dezentrale Speicherkraftwerke. (ve)

https://www.swt.de
https://www.trier.de

Stichwörter: Energieeffizienz, Stadtwerke Trier, Windenergie, Photovoltaik, Energiespeicher, Wärmespeicher



Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Energieeffizienz

enercity : Biomethan-BHKW für Kohleausstieg
[19.6.2024] enercity nimmt ein Biomethan-Heizkraftwerk in Betrieb. Damit rückt der Kohleausstieg in Hannover näher. Die hochflexible Anlage für Spitzenlast produziert erneuerbare Wärme und erneuerbaren Strom. mehr...
Oberbürgermeister Belit Onay, enercity-Aufsichtsratsvorsitzende Anja Ritschel und enercity-Vorstand Marc Hansmann an einem der fünf Motoren des neuen Biomethan-BHKW.
Trier: Einheitliche LEDs senken CO2-Ausstoß
[14.6.2024] Seit dem Jahr 2016 stellen die Stadtwerke in Trier die Straßenbeleuchtung auf LED um. Über 78 Prozent der vormals unterschiedlichsten Leuchtentypen sind mittlerweile umgerüstet, der Stromverbrauch hat sich dadurch mehr als halbiert. mehr...
In Trier rüsten die Stadtwerke die Straßenbeleuchtung sukzessive auf LED um und erwirken damit mehr Energieeffizienz und Umweltschutz.
Mainova: Marktstart für smartes Monitoring
[11.6.2024] Mainova AG und der ABG Frankfurt wollen mit Heatral für effiziente Heizanlagen sorgen. mehr...
Frank Junker, Vorsitzender der Geschäftsführung der ABG Frankfurt, und Diana Rauhut, Vorständin bei Mainova, mit der Energiespar-Technologie Heatral.
ITC AG: Brühl nutzt Energie-Management
[30.5.2024] Bereits seit dem Jahr 2021 nutzt die Stadt Brühl die Energie-Managementsoftware von ITC. Mittlerweile hat die Stadt rund 500 Hauptzähler und deren Untermessungen in das Energie-Management eingebunden. mehr...
Die Stadt Brühl nutzt die Energie-Managementsoftware von ITC.
Baden-Württemberg: Kommunen setzen auf Kom.EMS classic
[8.5.2024] Die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg hat gemeinsam mit den Energieagenturen Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen das Energie-Management-System Kom.EMS classic entwickelt. Derzeit ist das Tool in 150 der 1.136 Kommunen und Landkreise in Baden-Württemberg im Einsatz. mehr...
Mit dem kostenlosen Online-Werkzeug Kom.EMS können Kommunen bestehende Anlagen energetisch bestmöglich einstellen.

Suchen...

 Anzeige

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Energieeffizienz:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen