Montag, 30. Januar 2023

BDEW:
KWKG weiterentwickeln


[26.10.2018] Die KWK-Umlage liegt im Jahr 2019 auf niedrigem Niveau. Dies bietet nach Auffassung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) die Möglichkeit, das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz mutig weiterzuentwickeln.

Die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) haben die Prognose für die Höhe der Umlage nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) veröffentlicht. Demnach beträgt sie im nächsten Jahr 0,28 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung, kommentiert: „Mit 0,28 Cent/kWh liegt die KWK-Umlage 2019 auf einem sehr niedrigen Niveau. Das eröffnet Spielräume für eine mutige und schnelle Weiterentwicklung des KWKG.“ In den kommenden Jahren könnten jährlich bis zu zwölf Millionen Tonnen CO2 eingespart werden, wenn Kohle- durch Erdgas-KWK-Anlagen ersetzt würden. Für die dafür notwendigen Investitionen in Millionenhöhe bräuchten die Unternehmen aber dringend die Gewissheit, dass das KWKG bis zum Jahr 2030 verlängert und der Kohleersatzbonus im Gesetz erhöht werde, so Kapferer.
Viele Stadtwerke hätten darüber hinaus bereits Power-to-Heat-Anlagen installiert, die Strom aus erneuerbaren Energien in Wärme umwandeln. Dazu Kapferer: „Wenn die Stromnetze durch die Wind- und Photovoltaik-Stromeinspeisung überlastet sind, können KWK-Anlagen herunter- und Power-to-Heat-Anlagen zur Nutzung des Stroms für die Wärmeproduktion hochgefahren werden.“ Damit könnten die Stromnetze doppelt entlastet und Abschaltungen der Erneuerbare-Energien-Anlagen vermieden werden. Nach den Worten von Kapferer bringen Wärmenetzsysteme mit KWK und Power to Heat somit nicht nur die Wärmewende voran, sondern helfen auch bei der Integration erneuerbarer Energien in das Energiesystem und stellen gesicherte Leistung für die Zeiten der kalten Dunkelflaute zur Verfügung. (al)

http://www.bdew.de

Stichwörter: Kraft-Wärme-Kopplung, BDEW, KWKG



Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Kraft-Wärme-Kopplung

Kraft-Wärme-Kopplung: Treiber für Klimaneutralität Bericht
[24.1.2023] Auf dem Weg hin zur Klimaneutralität kann die Kraft-Wärme-Kopplung einen wichtigen Beitrag leisten. Sie ist bestens für den Betrieb mit defossilierten Energieträgern geeignet, unterstützt die Systemintegration erneuerbarer Energien und trägt zur Versorgungssicherheit bei. mehr...
Auf dem Weg hin zur Klimaneutralität kann die Kraft-Wärme-Kopplung einen wichtigen Beitrag leisten.
Sokratherm: BHKW für Charkiw
[9.1.2023] Fünf mobile Blockheizkraftwerke von Sokratherm sollen die Strom- und Wärmeversorgung von Krankenhäusern oder Verwaltungsgebäuden in Charkiw sicherstellen. mehr...
Mobiles Blockheizkraftwerk: Fünf der Anlagen liefert Sokratherm nach Charkiw.
B.KWK: Blaue Energie für Oerlinghausen
[14.12.2022] Zum 20. Duisburger KWK-Symposium hat der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung (B.KWK) das bereits 4.527. Zertifikat Blaue Energie verliehen. Es ging an die Stadtwerke Oerlinghausen. mehr...
KWKG: Biomethan kehrt zurück
[6.12.2022] Biomethan wird nach einem Beschluss des Bundestags nun doch eine Zukunft in der Kraft-Wärme-Kopplung haben. mehr...
Nürnberg: BHKW spart seit zehn Jahren Energie
[30.11.2022] Das Blockheizkraftwerk im Nürnberger Katzwangbad erzeugt seit zehn Jahren Energie und Wärme und hat in diesem Zeitraum 5.500 Tonnen CO2 eingespart. mehr...
Die Sauna im Katzwangbad wird seit mehr als zehn Jahren vom hauseigenen Blockheizkraftwerk mit Wärme versorgt.