Montag, 6. Juli 2020

Energieversorger:
Corona puscht Digitalisierung


[4.5.2020] Nach Einschätzung des IT-Dienstleisters Cortility treibt die Corona-Krise die Digitalisierung bei Energieversorgungsunternehmen an. Das werde sich auch auf Lösungen in energiewirtschaftlichen Kernaufgaben auswirken.

Nachdem die ersten Schwierigkeiten durch den Corona-Lockdown überwunden sind, gehören Homeoffice, abteilungsübergreifendes Arbeiten mit Cloud-Diensten und Web Meetings für viele Mitarbeiter von Energieversorgungsunternehmen (EVU) zum Arbeitsalltag. Das berichtet jetzt IT-Dienstleister Cortility. Die Energiewirtschaft sei regelrecht in eine für viele bislang unvorstellbare neue Welt gestoßen worden. „Es ist zu vermuten, dass sich die coronabedingten Veränderungen im Arbeitsumfeld auch gravierend auf den Einsatz moderner digitaler Lösungen bei energiewirtschaftlichen Kernaufgaben auswirken werden", erklärt Cortility-Geschäftsführer Klaus Nitschke. Arbeitsweisen und IT-Werkzeuge, die noch vor einem Vierteljahr in vielen EVU nicht denkbar waren, gehörten heute flächendeckend zum Alltag.
„Wir IT-Dienstleister kamen von Anfang an gut bis sehr gut mit der Fernwartung und dem mobilen Arbeiten zurecht. Effizienzverluste durch die Arbeit im Mobiloffice waren und sind kaum spürbar, bestenfalls beim fehlenden persönlichen Kontakt zu Kollegen und Kunden", berichtet Nitschke. Für die Energieversorger sei die Umstellung deutlich schwieriger gewesen, da hier die technischen Voraussetzungen nicht in der Breite und Stabilität wie bei den IT-Dienstleistern vorhanden waren. Auch die Vertrautheit der Mitarbeiter mit Video- und Web-Konferenzen sei anfangs oft sehr ausbaufähig gewesen. Doch inzwischen hätten sich Routinen etabliert, die die Arbeit annähernd auf das gleiche Effizienzniveau wie vor der Krise heben.
Von besonderer Bedeutung seien die Erfahrungen, die die Energiebranche derzeit vor dem Hintergrund ihrer Zukunftsaufgaben mache. Die IT werde nicht mehr bloßes Werkzeug sein, sondern in vielen Fällen der gestaltende und marktentscheidende Faktor. Hier könnte die Corona-Krise in der Energiewirtschaft für deutliche Impulse gesorgt haben. Denn sowohl interne Veränderungen, wie das abteilungsübergreifende Arbeiten im Mobiloffice, als auch die Erwartungen der Kunden, dass ein Stadtwerk reibungslose Online-Services rund um die Uhr anzubieten hat, sorgen für neue Ansätze bei der Unternehmens IT. Standen Online und Cloud bisher vor allem für Kostenersparnisse, seien diese beiden Aspekte heute bei vielen Energieversorgern als wichtige Grundlage für die Zusammenarbeit im Unternehmen und kundenorientierte Angebote erkannt worden. (ur)

https://www.cortility.de

Stichwörter: Unternehmen, cortility, Corona, EVU, Digitalisierung



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Unternehmen

Gas-Union: VNG erwirbt die Anteile
[6.7.2020] Der Leipziger Erdgas-Importeur und Energiedienstleister VNG hat die in Frankfurt am Main ansässige Gas-Union erworben. VNG hat sich in einem europaweiten Bieterverfahren durchgesetzt. mehr...
Das Leipziger Unternehmen VNG hat die in Frankfurt am Main ansässige Gas-Union erworben.
Stadtwerk am See: Der etwas andere Geschäftsbericht
[6.7.2020] Dass in Unternehmenszahlen echte Unterhaltung stecken kann, möchte das Stadtwerk am See zeigen. Seinen Geschäftsbericht stellt es deshalb als Film oder als Einschlaf-Podcast zur Verfügung. mehr...
Der neue Online-Geschäftsbericht des Stadtwerks am See lässt den Usern die Wahl: Film oder Einschlaf-Podcast.
WEMAG: 30 Jahre in der Region verankert
[1.7.2020] Vor genau 30 Jahren wurde am 1. Juli die WEMAG gegründet. Schwerpunkte des Unternehmens liegen heute in der Versorgungssicherheit und dem Vorantreiben der Energiewende. mehr...
Die WEMAG-Vorstände Thomas Murche (l.) und Caspar Baumgart blicken optimistisch auf die Weiterentwicklung des Energieunternehmens.
Trianel: Ergebnis von 2019 als gute Basis
[30.6.2020] Die Stadtwerke-Kooperation Trianel legt für 2019 ihr bestes Jahresergebnis seit fünf Jahren vor. Damit sei eine gute Basis für die Zukunft geschaffen. mehr...
Sven Becker (l.), Sprecher der Geschäftsführung und Trianel-Geschäftsführer Oliver Runte blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurück.
Stadtwerke Bielefeld: 2019 mit neuem Geschäft gewachsen
[30.6.2020] Die Stadtwerke Bielefeld haben 2019 1,4 Millionen Euro erwirtschaftet. Zu diesem Ergebnis trugen auch neue Geschäftsfelder bei. mehr...

Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 3/4 2020
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2020
stadt+werk, Sonderheft Juni 2020

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Unternehmen:

Aktuelle Meldungen