Montag, 2. August 2021

RheinEnergie:
Köln bis 2035 dekarbonisieren


[22.7.2021] Die Initiative Klimawende Köln und die RheinEnergie wollen die Energiewende in der Domstadt beschleunigen. Zielsetzung ist die Dekarbonisierung der Strom- und Wärmeversorgung bis 2035.

Zielsetzung des erfolgreich beendeten Mediationsverfahren ist die Dekarbonisierung der Strom- und Wärmeversorgung der RheinEnergie bis spätestens 2035. Die Initiative Klimawende Köln und die RheinEnergie haben sich in einem Vermittlungsverfahren verständigt, die Umstellung der RheinEnergie auf erneuerbare Energien zu beschleunigen. Das teilen beide Organisationen und die Stadt Köln mit. Zielsetzung ist eine vollständige Dekarbonisierung der gesamten Strom- und Wärmeversorgung bis spätestens 2035. Bislang sah die Klimaschutz-Roadmap der RheinEnergie dafür das Jahr 2040 vor. Anlass des Verfahrens war das Bürgerbegehren der Bürgerinitiative Klimawende Köln „100 Prozent Ökostrom bis 2030“, das eine vollständige Umstellung der Stromversorgung und -erzeugung bis 2030 fordert. Als Ergebnis des Vermittlungsverfahrens wird Klimawende Köln das Bürgerbegehren derzeit nicht in den Rat einbringen, sodass ein möglicher Bürgerentscheid zeitgleich mit der Bundestagswahl ausgeschlossen ist. Die Verwaltung der Stadt Köln hatte einen Vermittlungsprozess zwischen Klimawende und RheinEnergie organisiert und diesen aktiv begleitet.
In den intensiven Gesprächen von Anfang März bis Mitte Juli haben die Beteiligten die bisherigen und geplanten Klimaschutzaktivitäten der RheinEnergie gemeinsam analysiert. Die Dekarbonisierung wird mit konkreten Maßnahmen erfolgen. Deren zeitliche Umsetzung ist abhängig von der energiewirtschaftlichen Entwicklung. Der Umbau hin zu einer CO2-freien Energieversorgung betrifft den bundesweiten Ausbau der erneuerbaren Energien einschließlich einer Solaroffensive in Köln, die zügige Umstellung auf regenerativen Strom für die Kundinnen und Kunden sowie die Umgestaltung der Heizkraftwerke und Wärmenetze. Für die Umsetzung wurde ein jährliches Monitoring vereinbart. Darüber hinaus bleiben Klimawende Köln, die Stadtverwaltung und RheinEnergie weiterhin im engen Austausch miteinander. „Ich freue mich sehr, dass dieser Kompromiss erzielt werden konnte und wir eine gemeinsame Basis haben, die es nun gilt, in die Tat umzusetzen. Mit einer breiten Allianz für den Klimaschutz können wir unsere ambitionierten Ziele erreichen“, erklärt Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker. (ur)

https://www.rheinenergie.com
https://www.klimawende.koeln
https://www.stadt-koeln.de

Stichwörter: Klimaschutz, RheinEnergie, Köln, Dekarbonisierung

Bildquelle: RheinEnergie

Druckversion    PDF     Link mailen


gvs2108

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Klimaschutz

Energieleitplanung: Bruchsal ist ein Klimapionier Bericht
[2.8.2021] Die baden-württembergische Stadt Bruchsal hat einen Energieleitplan für das gesamte Stadtgebiet erarbeitet. Gemeinderat, Stadtverwaltung und Stadtwerke ziehen dabei mit den Bürgern an einem Strang. Unterstützung kommt auch von der Landesenergieagentur. mehr...
KEA-BW
Moosburg: Mehr Kapazität im Wärmenetz 4.0 Bericht
[2.8.2021] Moosburg an der Isar rüstet sich mit dem Wärmenetz 4.0 für eine klimaneutrale Versorgung und nutzt dafür lokal erzeugte regenerative Energien sowie industrielle Abwärme. mehr...
Biomasse-Heizkessel bilden das Rückgrat des Moosburger Versorgungskonzepts.
Mannheim: Energiekommune mit grüner Fernwärme
[30.7.2021] Die AEE zeichnet im Juli 2021 die Stadt Mannheim als Energie-Kommune des Monats aus. Ein Argument war die grüne Fernwärme. mehr...
Mannheim wurde Energiekommune des Monats im Juli 2021.
E.ON-Umfrage: Ein Viertel produziert Ökostrom
[21.7.2021] Die aktuelle E.ON-Unternehmer-Umfrage ergab, dass rund ein Viertel bereits Ökostrom produziert. Solar-Anlagen auf dem Firmengelände sind demnach am beliebtesten. Hauptmotive sind Klimaschutz und Kostenersparnis. mehr...
Gut ein Viertel aller befragten 10.000 Unternehmen produzieren bereits Ökostrom.
Plattform EE BW: Sektorenübergreifende Energiewende
[12.7.2021] Bei dem Umbau zu einer klimaneutralen Energieversorgung stellt der Wärmesektor die größte Herausforderung dar. Die Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg empfiehlt deshalb ein schnelles Handeln und eine sinnvolle Nutzung wertvoller Ressourcen. mehr...
Solarpark Denkingen.

Suchen...

 Anzeige

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 7/8 2021
stadt+werk, Ausgabe Sonderheft 2021
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2021
stadt+werk, Ausgabe 3/4 2021

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Klimaschutz:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen