Samstag, 1. April 2023

RheinEnergie:
Köln bis 2035 dekarbonisieren


[22.7.2021] Die Initiative Klimawende Köln und die RheinEnergie wollen die Energiewende in der Domstadt beschleunigen. Zielsetzung ist die Dekarbonisierung der Strom- und Wärmeversorgung bis 2035.

Zielsetzung des erfolgreich beendeten Mediationsverfahren ist die Dekarbonisierung der Strom- und Wärmeversorgung der RheinEnergie bis spätestens 2035. Die Initiative Klimawende Köln und die RheinEnergie haben sich in einem Vermittlungsverfahren verständigt, die Umstellung der RheinEnergie auf erneuerbare Energien zu beschleunigen. Das teilen beide Organisationen und die Stadt Köln mit. Zielsetzung ist eine vollständige Dekarbonisierung der gesamten Strom- und Wärmeversorgung bis spätestens 2035. Bislang sah die Klimaschutz-Roadmap der RheinEnergie dafür das Jahr 2040 vor. Anlass des Verfahrens war das Bürgerbegehren der Bürgerinitiative Klimawende Köln „100 Prozent Ökostrom bis 2030“, das eine vollständige Umstellung der Stromversorgung und -erzeugung bis 2030 fordert. Als Ergebnis des Vermittlungsverfahrens wird Klimawende Köln das Bürgerbegehren derzeit nicht in den Rat einbringen, sodass ein möglicher Bürgerentscheid zeitgleich mit der Bundestagswahl ausgeschlossen ist. Die Verwaltung der Stadt Köln hatte einen Vermittlungsprozess zwischen Klimawende und RheinEnergie organisiert und diesen aktiv begleitet.
In den intensiven Gesprächen von Anfang März bis Mitte Juli haben die Beteiligten die bisherigen und geplanten Klimaschutzaktivitäten der RheinEnergie gemeinsam analysiert. Die Dekarbonisierung wird mit konkreten Maßnahmen erfolgen. Deren zeitliche Umsetzung ist abhängig von der energiewirtschaftlichen Entwicklung. Der Umbau hin zu einer CO2-freien Energieversorgung betrifft den bundesweiten Ausbau der erneuerbaren Energien einschließlich einer Solaroffensive in Köln, die zügige Umstellung auf regenerativen Strom für die Kundinnen und Kunden sowie die Umgestaltung der Heizkraftwerke und Wärmenetze. Für die Umsetzung wurde ein jährliches Monitoring vereinbart. Darüber hinaus bleiben Klimawende Köln, die Stadtverwaltung und RheinEnergie weiterhin im engen Austausch miteinander. „Ich freue mich sehr, dass dieser Kompromiss erzielt werden konnte und wir eine gemeinsame Basis haben, die es nun gilt, in die Tat umzusetzen. Mit einer breiten Allianz für den Klimaschutz können wir unsere ambitionierten Ziele erreichen“, erklärt Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker. (ur)

https://www.rheinenergie.com
https://www.klimawende.koeln
https://www.stadt-koeln.de

Stichwörter: Klimaschutz, RheinEnergie, Köln, Dekarbonisierung

Bildquelle: RheinEnergie

Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Klimaschutz

Bremen : EnergyPort für Bremerhaven
[31.3.2023] Bremen plant einen EnergyPort in Bremerhaven. Er soll ein Baustein sein, um einen Hafen für die Energiewende zu entwickeln. mehr...
Rheinland-Pfalz: Klima-Geld für Kommunen dank KIPKI
[28.3.2023] Das Land Rheinland-Pfalz hat den Gesetzesentwurf zum Kommunalen Investitionspaket Klimaschutz und Innovation KIPKI vorgelegt. Alle Kommunen sollen dadurch Geld für Klimaschutz vor Ort erhalten. mehr...
Münster: Treibhausgasbilanz vorgelegt
[8.3.2023] Die Energie- und Treibhausgasbilanz der Stadt Münster für das Jahr 2021 zeigt: Die CO2-Emissionen sinken nicht so stark, wie erwartet. Immerhin steigt der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch in der Stadt. mehr...
Rheinland-Pfalz: Kommunaler Klimapakt gestartet
[2.3.2023] Mit dem Kommunalen Klimapakt (KKP) bietet das Land Rheinland-Pfalz Städten und Gemeinden Beratung zu Klimaschutz und Klimaanpassung an. Der Beitritt zum KKP kann ab sofort beantragt werden. mehr...
Mannheim: Klimaplan wird konkret
[10.2.2023] Drei Millionen Euro hat die Stadt Mannheim für den Klimaschutz-Aktionsplan 2030 in den Haushalt eingestellt. Nun wurden die Mittel verteilt. mehr...