EW-Medien-2405.15-rotation

Dienstag, 28. Mai 2024

Magdeburg:
Projekt zur Erfassung von Deponiegas


[15.5.2023] In Magdeburg ist jetzt ein Projekt gestartet, mit dem klimaschädliche Gase auf Deponien reduziert werden sollen. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Unternehmen Deposerv umgesetzt und vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit finanziell unterstützt.

Der Städtische Abfallwirtschaftsbetrieb in Magdeburg verfolgt ein Optimierungsprojekt bei der Erfassung von Deponiegas. In Magdeburg verfolgt der Städtische Abfallwirtschaftsbetrieb im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative ein Optimierungsprojekt bei der Erfassung von Deponiegas. Wie die Landeshauptstadt Magdeburg mitteilt, wird das Schutzprojekt in Zusammenarbeit mit dem Partner Deposerv realisiert und soll klimaschädliche Gase auf Deponien reduzieren. Es wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutsche Bundestages gefördert.
Unter dem Titel „Potenzialstudie zur aeroben In-Situ-Stabilisierung der Siedlungsabfalldeponie Hängelsberge“ leiste die Landeshauptstadt Magdeburg als ausgezeichnete Klimakommune einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz. Am Beispiel der Siedlungsabfalldeponie Hängelsberge sei im ersten Schritt bis Februar 2022 eine Potenzialstudie erstellt worden. Ziel sei die Entwicklung eines Konzepts zur optimierten Deponiegasfassung gewesen, die über den aktuellen Stand der Technik hinausgeht.
Mit der dabei avisierten aeroben In-Situ-Stabilisierung sollen klimaschädliche Gase, die auf ehemaligen Hausmülldeponien entstehen, deutlich reduziert werden. Die Methanproduktion soll durch eine kontrollierte Sauerstoffzufuhr mit anschließender Übersaugung deutlich minimiert und damit der Deponiekörper stabilisiert werden. Im Rahmen der Potenzialstudie habe im Ergebnis ein Einsparpotenzial an Treibhausgasen von 118.219 Tonnen CO2-Äquivalenten ermittelt werden können. Positive Nebeneffekte seien zudem die Verkürzung der notwendigen Nachsorgezeit und die damit verbundene Reduzierung der Nachsorgekosten.
Im vergangenen Monat sei das bereits mit der Potenzialstudie beauftragte Unternehmen Deposerv mit der Erstellung der Entwurfs- und Genehmigungsplanung zur Umsetzung der aus der Potenzialstudie abgeleiteten Maßnahmen betraut worden. Das entsprechende behördliche Genehmigungsverfahren soll im September dieses Jahres eingeleitet werden. Der Städtische Abfallwirtschaftsbetrieb avisiere die anschließende Ausführungsplanung für Anfang des kommenden Jahres. Bauleistung und -ausführung könnten somit bereits im 2. Quartal 2024 beginnen. Die Umsetzung der Maßnahme erfolge ebenfalls im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative und werde somit entsprechend finanziell gefördert. (th)

http://www.magdeburg.de
https://www.deposerv.de

Stichwörter: Klimaschutz, Magdeburg, Städtischer Abfallwirtschaftsbetrieb, Deposerv

Bildquelle: Landeshauptstadt Magdeburg

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Klimaschutz

energielenker: Vorreiterkonzepte in Norden und Süden
[23.5.2024] Die energielenker Gruppe unterstützt Kommunen bei der Einführung eines integrierten Vorreiterkonzepts, das der novellierten Kommunalrichtlinie 2022 entspricht. Zwei Beispiele sind der Landkreis Emmendingen in Baden-Württemberg und die Stadt Neumünster in Schleswig-Holstein. mehr...
Solarenergie spielt bei der Erreichung der Klimaschutzziele eine wichtige Rolle.
swb: Raus aus der Kohle
[2.5.2024] swb Erzeugung hat den Block 15 in Hastedt stillgelegt. Damit steigt der Bremer Energieversorger aus der Kohleverstromung aus. mehr...
Mit der Stilllegung von Block 15 in Hastedt haben die swb den Kohleausstieg vollzogen.
Energiekommune: Fulda nutzt Abwasser und Abwärme
[30.4.2024] Fulda erarbeitet zurzeit ein Nachfolgekonzept für ihr Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 2013. Die Energie-Kommune des Monats setzt auf Beteiligung der Bevölkerung bei achtsamer und innovativer Nutzung der Ressourcen wie etwa die Wärmegewinnung aus Abwasser und Abwärme. mehr...
Fulda erarbeitet ein Nachfolgekonzept für ihr Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 2013.
Baden-Württemberg: Klimaneutral in elf Jahren
[30.4.2024] Vier Kommunen in Baden-Württemberg starten erste, vom Land geförderte Maßnahmen und wollen in elf Jahren klimaneutral sein. Die Landesenergieagentur KEA-BW betreut das Vorhaben. mehr...
Blick auf das alte und neue Rathaus in Denzlingen.
Veolia/BS Energy: Kohle ade!
[25.4.2024] Nach fast 40 Jahren wurde das Braunschweiger Kohleheizkraftwerk am Standort Mitte vom Netz genommen. Vorausgegangen waren die Modernisierung und der Neubau von Erzeugungsanlagen mit der größten Investition in der Firmengeschichte von BS Energy in Höhe von rund 250 Millionen Euro. mehr...
Am 6. Februar 2024 erreichte der letzte Kohlezug das Heizkraftwerk Mitte in Braunschweig.