Freitag, 3. April 2020

IWR:
Deutschland verfehlt Klimaschutzziele


[5.12.2013] Das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) stellt der Energiewende in Deutschland eine düstere Zukunft in Aussicht. Die Klimaschutzziele bis 2020 seien nicht einzuhalten.

Das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) geht davon aus, dass die Klimaschutzziele bis 2020 nicht eingehalten werden können. Die Klimaschutzziele sind nicht einzuhalten. Zu diesem Schluss kommt das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in einer Stellungnahme zur Entwicklung des Energiesektors bis zum Jahr 2020. Geht es nach dem Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und der SPD, dann sollen die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland bis dahin um mindestens 40 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 reduziert werden. Das bedeutet für den Energiesektor, dass die CO2-Emissionen von derzeit rund 800 Millionen Tonnen (Stand 2012) auf 600 Millionen Tonnen und damit innerhalb weniger Jahre um weitere 200 Millionen Tonnen gesenkt werden müssten. IWR-Direktor Norbert Allnoch bezeichnete diese Ziele als eine „völlige Illusion“. Auf dem deutschen Stromsektor ist bis 2020 keine signifikante Senkung der Kohlendioxid-Emissionen zu erwarten, so das IWR. Zwar werde die Offshore-Windenergie ausgebaut, aber diese CO2-freie Stromproduktion kompensiere lediglich die Stromerzeugung der drei Kernkraftwerke Grafenrheinfeld, Gundremmingen B und Philippsburg, die bis 2020 abgeschaltet werden. Weil der Ausbau der Windenergie an Land, die Photovoltaik und die Bioenergienutzung politisch ausgebremst werden, könnten vom regenerativen Stromsektor nur begrenzte zusätzliche CO2-Reduktionen erwartet werden.
Düster sehe es auch auf dem Wärme- und Treibstoffsektor aus: „Aus dem Koalitionsvertrag ist nicht erkennbar, wie zum Erreichen der Klimaschutzziele bis 2020 die jedes Jahr rund 30 Millionen Tonnen an zusätzlichen CO2-Einsparungen allein über den Wärmemarkt, Maßnahmen zur Energieeffizienz oder CO2-Reduktionen im Verkehrssektor zusammenkommen sollen“, so Allnoch. (ma)

http://www.iwr.de

Stichwörter: Politik, Klimaschutz, IWR

Bildquelle: bildaspekt.de / pixelio

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik

Erneuerbare Energien: Anteil erstmals bei 52 Prozent
[3.4.2020] Aufgrund verschiedener Sondereffekte haben erneuerbare Energien im ersten Quartal 2020 erstmals rund 52 Prozent des Bruttoinlandstromverbrauchs gedeckt. Die wirtschaftlich schwierige Situation erhöht nun den Handlungsdruck auf den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien, argumentieren ZSW und BDEW. mehr...
Eine Kombination verschiedener Faktoren hat es ermöglicht, dass Erneuerbare in den ersten drei Monaten 2020 mehr als die Hälfte des Strombedarfs decken konnten.
VKU: Zahlungsaufschübe abmildern
[26.3.2020] Der Bundestagsbeschluss zur Abmilderung der Folgen der Covid-19-Pandemie sieht vor, dass Schuldner Zahlungen aufschieben können. Laut dem Verband kommunaler Unternehmen darf dadurch aber auch die Leistungsfähigkeit der Lieferanten nicht eingeschränkt werden. mehr...
Bundesnetzagentur: Fristen werden nicht gesetzt
[24.3.2020] Die Bundesnetzagentur reagiert auf die Corona-Pandemie: Zuschlagsentscheidungen für Erneuerbare-Energien-Anlagen werden bis auf weiteres nicht im Internet veröffentlicht. Realisierungsfristen oder Fristen für Vertragsstrafen sind damit außer Kraft gesetzt. mehr...
Kommunale Arbeitgeber: Flächendeckend Kurzarbeit gefordert
[23.3.2020] Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände fordert für die Mitarbeiter im öffentlichen Dienst eine flächendeckende Kurzarbeitsregel. Derzeit kann diese nicht vereinbart werden. mehr...
Corona-Krise: VKU lobt Notfallbetreuung
[16.3.2020] Der Verband kommunaler Unternehmen lobt die Notfallbetreuungen, die in den Bundesländern bei Kita- und Schulschließungen aufgrund der Corona-Krise angestrebt werden. Dadurch würden auch Mitarbeiter kritischer Infrastrukturen weiterarbeiten können. mehr...

Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 3/4 2020

GWAdriga GmbH & Co. KG
10719 Berlin
GWAdriga GmbH & Co. KG
A/V/E GmbH
06112 Halle (Saale)
A/V/E GmbH
Arvato Systems
33333 Gütersloh
Arvato Systems
IDS GmbH
76275 Ettlingen
IDS GmbH
rku.it GmbH
44629 Herne
rku.it GmbH

Aktuelle Meldungen