ANGACOM-2403.05-rotation

Freitag, 19. April 2024

Merklingen:
Größter Ladepark der Welt


[27.3.2024] Ein richtungsweisendes Projekt für die Elektromobilität haben die Unternehmen Albwerk und smartlab realisiert: Der Solarcarport am Bahnhof Merklingen ist der derzeit größte Ladepark der Welt und setzt auch bei der Lade-Infrastruktur Maßstäbe. 


Am Bahnhof im baden-württembergischen Merklingen steht der aktuell größte Ladepark der Welt. Einen Meilenstein in der Elektromobilität setzen die Unternehmen smartlab und die Albwerk-Tochter Albwerk Elektro- und Kommunikationstechnik: Im baden-württembergischen Merklingen haben sie den derzeit größten Ladepark der Welt errichtet. Wie die Kooperationspartner mitteilen, übertrifft der Solarcarport am Bahnhof Merklingen mit seinen 259 überdachten Ladepunkten für E-Fahrzeuge den Ladepark am Flughafen Shenzhen in China um einen Ladepunkt. Die Anlage wird mit ihren Solarmodulen voraussichtlich jährlich rund 990.000 Kilowattstunden (kWh) grünen Strom produzieren
„Das ganze Ausmaß dieses riesigen Ladeparks wird einem erst bewusst, wenn man vor Ort steht. Es ist wirklich ein beeindruckendes Projekt, das der Zweckverband und seine Partner auf die Füße gestellt haben. Wir sind stolz darauf, dass wir für die Ladesäulen die europaweite Vernetzung zum Ladenetz herstellen konnten“, so smartlab-Geschäftsführer Mark Steffen Walcher. Insgesamt zwölf Firmen waren in den Aufbau des Ladeparks involviert, welche durch das regionale Planungsbüro Bohnacker koordiniert wurden.
Möglich gemacht hat das Projekt der kommunale Zweckverband „Region Schwäbische Alb“, dem insgesamt zwölf Städte und Gemeinden aus dem Alb-Donau-Kreis
und dem Landkreis Göppingen angehören. Der Verband hat rund 3,5 Millionen Euro in die Errichtung der gesamten Lade-Infrastruktur investiert, wobei er vom Land Baden-Württemberg mit einem Zuschuss von 75 Prozent unterstützt wurde. Die Photovoltaikanlage auf der Überdachung mit einer Leistung von
circa 900 Kilowatt Peak (kWp) finanziert der Verband allein. Er ist auch Betreiber der
Anlage und hat das Albwerk mit den gesamten Dienstleistungen für den laufenden Betrieb
beauftragt.

Innovative Lade-Infrastruktur


Neue Maßstäbe setzt das Vorzeigeprojekt auch durch seine innovative Lade-Infrastruktur. So ermöglicht das fortschrittliche Back-End-System des Technologiepartners smartlab nicht nur eine effiziente Verwaltung der Lade-Infrastruktur, sondern stellt auch modernste Funktionen für Nutzerinteraktion, Echtzeitüberwachung und sichere Zahlungsabwicklung bereit. Neben der klassischen Ladekarte können Zahlungen laut Hersteller auch via App oder über Payment Terminals durchgeführt werden.
Geplant, vorbereitet und installiert wurde die gesamte Lade-Infrastruktur vom Albwerk; das Geislinger Unternehmen war zudem mit dem Aufbau und der Installation der Netzwerktechnik für die Steuerung der Ladestationen, der Schrankenanlage und der Bezahlterminals sowie die Vernetzung der Der Ladepark setzt auch durch seine innovative Lade-Infrastruktur neue Maßstäbe. Videoüberwachung für das hochmoderne Parksystem betraut. Dieses nutzt moderne KI-Technik, um die Pkw-Kennzeichen zu erfassen und so die Zufahrt zum Parkplatz sowie die Abrechnung der Parkgebühr zu regeln. Als Dienstleister des Zweckverbands kümmert sich das Albwerk nach der erfolgreichen Inbetriebnahme des Ladeparks auch um die Abrechnung der Ladevorgänge sowie eine 24-Stunden-Hotline für Nutzende der Lade-Infrastruktur.
„Bei der Errichtung des Ladeparks in Merklingen kam unser gesamtes Know-how und unser Leistungsspektrum im Bereich Ladeinfrastruktur zum Tragen“, meint Ulli Schreiner, Geschäftsführer der Albwerk Elektro- und Kommunikationstechnik. Und Peter Rothenbacher, Geschäftsführer des Planungsbüros Bohnacker, resümiert: „Es
war eine große Aufgabe und Herausforderung. So etwas gab es noch nie, dass 259
Ladepunkte an einem Standort installiert wurden. Wir haben die Aufgabe gemeinsam mit
allen Beteiligten, so glaube ich, sehr gut gemeistert. Das gesamtheitliche
Konzept dieses Mobilitätshubs ist zukunftsweisend.“ Das Projekt ziehe weltweit die Aufmerksamkeit auf sich, da es eine Spitzenposition in der Förderung zukunftsweisender Elektromobilitätslösungen einnehme. (bw)

https://
smartlab-gmbh.de
https://albwerk.de
https://region-schwaebische-alb.de

Stichwörter: Elektromobilität, STAWAG, smartlab, Thüga, Lade-Infrastruktur, Merklingen, Albwerk

Bildquelle v.o.n.u.: Albwerk, Albwerk

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Elektromobilität

Charge@BW: Anträge auf Ladepunkte
[19.4.2024] Über das Förderprogramm Charge@BW fördert das Verkehrsministerium in Baden-Württemberg seit Juni 2023 die vorbereitende Elektroinstallation für den Anschluss von Ladepunkten in Wohnhäusern und die Errichtung öffentlich zugänglicher Lade-Infrastruktur. Bis zum 30. Juni 2024 können noch Anträge gestellt werden. mehr...
Das Programm Charge@BW fördert den Ausbau der Lade-Infrastruktur sowohl im öffentlichen als auch im nicht öffentlichen Bereich.
Rheinland-Pfalz: Polizei erhält E-Fahrzeug
[12.4.2024] Der Innenminister von Rheinland-Pfalz Michael Ebling hat jetzt in Landau den ersten voll ausgestatteten rein elektrischen Streifenwagen der Polizei Rheinland-Pfalz vorgestellt. Er ist Teil eines Pilotprojekts, bei dem die Polizeiinspektion Landau Elektrofahrzeuge im 24-Stunden Betrieb testet. mehr...
Eines von insgesamt vier Fahrzeugen vom Typ Audi Q4 e-tron des Pilotprojekts.
Elektromobilität: Wildwuchs vorbeugen Bericht
[5.4.2024] Im Rahmen ihres Elektromobilitätskonzepts „otto fährt elektrisch“ hat die Stadt Magdeburg eine Gestaltungsrichtlinie für die Lade-Infrastruktur von E-Autos und E-Bikes erstellt. Dabei wurden auch Aspekte der Barrierefreiheit berücksichtigt. mehr...
Im Rahmen ihres Elektromobilitätskonzepts „otto fährt elektrisch“ hat die Stadt Magdeburg eine Gestaltungsrichtlinie für die Lade-Infrastruktur von E-Autos und E-Bikes erstellt.
STAWAG: HPC-Ladepark in Betrieb
[20.3.2024] Unweit der Aachener Innenstadt hat das Unternehmen STAWAG jetzt einen Schnellladepark in Betrieb genommen, der aus drei Säulen mit insgesamt sechs Ladepunkten besteht. mehr...
STAWAG hat in Aachen jetzt einen dritten HPC-Ladepark in Aachen eröffnet.
Baden-Württemberg: Studie zur Lade-Infrastruktur für E-Lkw
[14.3.2024] Das Land Baden-Württemberg plant bis zum Jahr 2030 einen massiven Ausbau der Lade-Infrastruktur für E-Lkw. Eine jetzt veröffentlichte Studie zeigt den Bedarf und die Standorte für den Ausbau der Lade-Infrastruktur auf. mehr...
Das Land Baden-Württemberg plant bis zum Jahr 2030 einen massiven Ausbau der Lade-Infrastruktur für E-Lkw.

Suchen...

 Anzeige

 Anzeige



Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Elektromobilität:
Langmatz GmbH
82467 Garmisch-Partenkirchen
Langmatz GmbH
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH
energielenker Gruppe
48155 Münster
energielenker Gruppe

Aktuelle Meldungen