Montag, 4. Juli 2022

Hamburg:
Wertgutachten bestätigt


[9.7.2018] Die Unternehmensbewertung der Gesellschaft Vattenfall Wärme Hamburg durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO wurde nun von PricewaterhouseCoopers bestätigt. Demnach liegt der Wert der Vattenfall-Tocher, die die Freie und Hansestadt übernehmen will, über 300 Millionen Euro unter dem bereits vereinbarten Mindestkaufpreis.

Die Hamburgische Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement (HGV) bestätigt die methodische und rechnerische Richtigkeit der von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO vorgenommenen Unternehmensbewertung der Gesellschaft Vattenfall Wärme Hamburg. Der BDO-Gutachter hatte den objektivierten Wert für 100 Prozent der VWH-Anteile inklusive des Heizkraftwerks Wedel mit rund 645 Millionen Euro ermittelt (wir berichteten).
Nach Vorlage des Gutachtens Ende Mai hatte die HGV zur Unterstützung ihrer eigenen Einschätzung PricewaterhouseCoopers (PwC) mit einem Review und einer Plausibilisierung beauftragt. Nach Angaben der HGV hat PwC nun als Ergebnis mitgeteilt, dass die durch BDO durchgeführte objektivierte Unternehmensbewertung den standardisierten Anforderungen genüge und keine Anhaltspunkte für wesentliche sachliche oder methodische Fehler vorlägen. Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) erklärt: „Mit dem auch von externer Seite noch einmal sehr intensiv geprüften Wertgutachten haben wir jetzt eine verbindliche Grundlage für die weiteren Gespräche zwischen Stadt und Vattenfall.“
Der Hintergrund: Die HGV hält 25,1 Prozent der Anteile an VWH und hat per November 2018 eine Kaufoption auf die restlichen 74,9 Prozent Anteile der Gesellschaft einschließlich des HKW Wedel. Als Mindestkaufpreis für 100 Prozent der Anteile haben HGV und Vattenfall vertraglich 950 Millionen Euro vereinbart. Ebenfalls wurde festgelegt, dass die Parteien nach Vorlage des BDO-Wertgutachtens vier Wochen Zeit haben, um gegebenenfalls Einwände gegen das Ergebnis vorzutragen. Geschieht dies nicht, ist der Wert des Gutachtens verbindlich. (al)

http://www.hamburg.de

Stichwörter: Rekommunalisierung, Vattenfall, Hamburg



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Rekommunalisierung

Arnstadt: Start für Bürger-Solaranlage
[3.5.2022] Bei der Einweihung einer neuen Freiflächen-Solaranlage hat die Thüringer Energieministerin Anja Siegesmund (Bündnis 90/Die Grünen) angekündigt, dieses Jahr einen Bürgerenergiefonds zu starten. Damit will das Land sicherstellen, dass die Energiewende in den Händen der Bürgerinnen und Bürger liegt. mehr...
Einweihung einer 400kW-PV-Anlage der Bürgerkraft Thüringen e.G. im Industriegebiet Erfurter Kreuz; mit Energieministerin Anja Siegesmund (3.v.l.) und Ilmkreis-Landrätin Petra Enders (7.v.l.).
Hamburg: Start der Energiewerke
[11.1.2022] Pünktlich zum Jahresanfang sind die Hamburger Energiewerke (HEnW) gestartet. Bei ihnen handelt es sich um einen Zusammenschluss aus den kommunalen Energieunternehmen Hamburg Energie und Wärme Hamburg. mehr...
Pünktlich zum Jahresauftakt gehen die Hamburger Energiewerke an den Start, eine Fusion aus den kommunalen Energieunternehmen Hamburg Energie und Wärme Hamburg.
EnBW: Positive Bilanz
[27.7.2021] Die EnBW zieht eine positive Bilanz zum Beteiligungsmodell „EnBW vernetzt“. Über 200 Städte und Gemeinden haben sich mittlerweile Anteile an der EnBW-Tochter Netze BW gesichert. mehr...
Berlin: Stromnetz wieder in Stadtbesitz
[7.7.2021] Das Stromnetz Berlin ist wieder im Eigentum des Landes Berlin. Die Transaktion wurde jetzt formal abgeschlossen. mehr...
Öhringen: Grünes Licht für Stadtwerke-Gründung
[26.2.2021] Ein Gemeinderatsbeschluss ebnet den Weg für die Gründung von Stadtwerken in Öhringen. Beim Aufbau des kommunalen Unternehmens helfen die Stadtwerke Schwäbisch Hall. mehr...
Öhringen gründet Stadtwerke mit Unterstützung der Stadtwerke Schwäbisch Hall.

Suchen...

 Anzeige



Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 5/6 2022
stadt+werk, Ausgabe 3/4 2022
stadt+werk, Ausgabe 1/2 2022
stadt+werk, Ausgabe 11/12 2021

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
rku.it GmbH
44629 Herne
rku.it GmbH
ITC AG
01067 Dresden
ITC AG
VOLTARIS GmbH
67133 Maxdorf
VOLTARIS GmbH
cosymap GmbH
04103 Leipzig
cosymap GmbH

Aktuelle Meldungen