Sonntag, 17. Februar 2019

Hamburg:
Wertgutachten bestätigt


[9.7.2018] Die Unternehmensbewertung der Gesellschaft Vattenfall Wärme Hamburg durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO wurde nun von PricewaterhouseCoopers bestätigt. Demnach liegt der Wert der Vattenfall-Tocher, die die Freie und Hansestadt übernehmen will, über 300 Millionen Euro unter dem bereits vereinbarten Mindestkaufpreis.

Die Hamburgische Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement (HGV) bestätigt die methodische und rechnerische Richtigkeit der von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO vorgenommenen Unternehmensbewertung der Gesellschaft Vattenfall Wärme Hamburg. Der BDO-Gutachter hatte den objektivierten Wert für 100 Prozent der VWH-Anteile inklusive des Heizkraftwerks Wedel mit rund 645 Millionen Euro ermittelt (wir berichteten).
Nach Vorlage des Gutachtens Ende Mai hatte die HGV zur Unterstützung ihrer eigenen Einschätzung PricewaterhouseCoopers (PwC) mit einem Review und einer Plausibilisierung beauftragt. Nach Angaben der HGV hat PwC nun als Ergebnis mitgeteilt, dass die durch BDO durchgeführte objektivierte Unternehmensbewertung den standardisierten Anforderungen genüge und keine Anhaltspunkte für wesentliche sachliche oder methodische Fehler vorlägen. Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) erklärt: „Mit dem auch von externer Seite noch einmal sehr intensiv geprüften Wertgutachten haben wir jetzt eine verbindliche Grundlage für die weiteren Gespräche zwischen Stadt und Vattenfall.“
Der Hintergrund: Die HGV hält 25,1 Prozent der Anteile an VWH und hat per November 2018 eine Kaufoption auf die restlichen 74,9 Prozent Anteile der Gesellschaft einschließlich des HKW Wedel. Als Mindestkaufpreis für 100 Prozent der Anteile haben HGV und Vattenfall vertraglich 950 Millionen Euro vereinbart. Ebenfalls wurde festgelegt, dass die Parteien nach Vorlage des BDO-Wertgutachtens vier Wochen Zeit haben, um gegebenenfalls Einwände gegen das Ergebnis vorzutragen. Geschieht dies nicht, ist der Wert des Gutachtens verbindlich. (al)

www.hamburg.de

Stichwörter: Rekommunalisierung, Vattenfall, Hamburg



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Rekommunalisierung

Stadtwerke Bernau: Seit 20 Jahren komplett
[31.1.2019] Nach Erdgas und Fernwärme haben die Stadtwerke Bernau vor nunmehr 20 Jahren auch die Verantwortung für das Stromnetz in der Hussitenstadt übernommen – und seitdem einiges in die sichere Versorgung investiert. mehr...
Stadtwerke Bernau: Seit 20 Jahren für das Stromnetz der Hussitenstadt zuständig.
Stuttgart: Netze wieder in kommunaler Hand
[23.1.2019] Die Stadtwerke Stuttgart halten jetzt die Mehrheit an Eigentum und Betrieb der Verteilnetze in der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Beim Hochspannungs- und Hochdrucknetz steht noch eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs aus. mehr...
Gera: Stadt beteiligt sich am Versorger
[18.12.2018] Die Stadt Gera übernimmt von Engie Deutschland einen kleinen Minderheitsanteil an der Energieversorgung Gera und erhält erweiterte Mitbestimmungsrechte. mehr...
Heizkraftwerk Gera-Nord: Stadt steigt bei der Energieversorgung Gera ein.
Hamburg: Stadt zieht Kaufoption
[3.12.2018] Hamburg steht vor der vollständigen Übernahme des Fernwärmenetzes. Die Freie und Hansestadt setzt damit den Volksentscheid über den Rückkauf der Energienetze weiter um. mehr...
Hamburg: Rückkauf des Fernwärmenetzes
[11.10.2018] Der Hamburger Senat beabsichtigt den vollständigen Rückkauf des Fernwärmenetzes vom bisherigen Energieversorger Vattenfall. Der Entscheidung waren intensive rechtliche, technische und wirtschaftliche Prüfungen vorausgegangen. mehr...
Die Freie und Hansestadt Hamburg übt ihre Kaufoption aus und kauft das Fernwärmenetz von Vattenfall zurück.

Suchen...

 Anzeige

Aktuelle Meldungen