Freitag, 7. Oktober 2022

Hamburg:
Standortprüfung für Gas-Terminal


[4.4.2022] Nach dem Vorschlag des Bundesministers für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), schwimmende Gas-Terminals einzusetzen, prüft die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) jetzt, ob und wie ein solch zu charterndes Gas-Terminal kurzfristig in Hamburg eingesetzt werden könnte.

Die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwissenschaft (BUKEA) prüft jetzt in enger Abstimmung mit dem Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), den Hamburger Energiewerken, Gasnetz Hamburg und der Hamburg Port Authority den Einsatz von schwimmenden LNG-Terminals in Hamburg. Wie die BUKEA mitteilt, geht dies auf eine Anregung Robert Habecks zurück, der Anfang März ein solches zu charterndes Gas-Terminal ins Spiel gebracht hat, um so die Abhängigkeit von russischen Energieimporten möglichst zügig zu reduzieren.
Auf den mobilen Plattformen, den so genannten Floating Storage and Regasification Units (FSRU), werde Flüssiggas gelagert und könne dann bei Bedarf in Gas umgewandelt werden. Sie könnten dazu beitragen, in einer Übergangszeit die Versorgungssicherheit in Deutschland zu erhalten und Gas aus Russland zu einem guten Teil zu ersetzen. Geplant sei derzeit die Anmietung von drei schwimmenden LNG Terminals in Deutschland, die bereits zum Winter 2022/2023 zusätzliche Kapazitäten zur Verfügung stellen sollen. Das sei mit außerordentlichen Herausforderungen verbunden, um kurzfristig die technischen und rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, etwa beim Bau der Anschluss-Pipelines.
Verschiedene Hafenstandorte in Norddeutschland kämen für diese schwimmenden LNG-Terminals in Betracht – so auch Hamburg.
Michael Pollmann, Staatsrat für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft, bemerkt: „Bislang haben wir in unserem Land keine Möglichkeit, LNG zu importieren. Mit den gecharterten Terminals könnte dies sehr kurzfristig geändert werden. Mit unserem gut ausgebauten Erdgasnetz auch im Hafengebiet könnten bei uns die Leitungsbaumaßnahmen vermutlich vergleichsweise gering ausfallen. Vor diesem Hintergrund arbeiten wir mit hohem Engagement an der vergleichenden Standortsuche des Bundeswirtschaftsministeriums mit.“ (th)

https://www.hamburg.de/bukea

Stichwörter: Erdgas, Hamburg, BUKEA, LNG



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Erdgas

enervis: Atomkraft spart Gas
[30.9.2022] Nach einer enervis-Studie erhöht der AKW-Weiterbetrieb die Versorgungssicherheit und reduziert den Gasverbrauch. mehr...
EWI-Studie: Erdgas aus den USA muss es richten
[23.9.2022] Eine EWI-Studie betrachtet die Folgen ausbleibender Gasmengen aus Russland auf die globalen Gasmärkte bis 2030. Flüssigerdgas aus den USA hat demnach das größte Potenzial für Lieferungen nach Europa. mehr...
LNG-Terminal (3D-Darstellung): Vor allem die USA werden Flüssiggas nach Europa liefern.
Hamm: Gaskraftwerk erhält Leistungs-Upgrade
[2.9.2022] Das Trianel Gaskraftwerk in Hamm wird nach 15 Jahren Betrieb jetzt technisch überprüft. Im Zuge der Revision soll die Leistung des Kraftwerks gesteigert und am Einsatz von Wasserstoff gearbeitet werden. mehr...
Das Trianel Gaskraftwerk in Hamm wird jetzt einer Revision unterzogen.
Brunsbüttel: Zeitplan für Flüssiggasterminal steht
[25.7.2022] Im Elbehafen Brunsbüttel in Schleswig-Holstein wird künftig ein schwimmendes Flüssiggasterminal dazu beitragen, die Gasversorgung in Deutschland zu sichern. Bereits zum Jahreswechsel 2022/2023 soll es den Betrieb aufnehmen. 
  mehr...
Der Brunsbütteler Elbehafen wird zum Standort für ein schwimmendes Flüssiggasterminal.
Erdgasnetz: Infrastrukturelles Defizit
[15.7.2022] Ohne russisches Erdgas kann das Gasnetz im kommenden Winter in Europa nur drei Viertel des Bedarfs des letzten Winters decken. Kurzfristig sind deshalb massive Anstrengungen zur Senkung des Erdgasbedarfs nötig. Dies ist das Ergebnis eines aktuellen Gutachtens. mehr...
Europa im Winter 2025: Das vereinfachte Topologiemodell stellt die Erdgasflüsse zwischen Regionen dar.

Suchen...

 Anzeige



Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 7/8 2022
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2022
stadt+werk, Ausgabe 3/4 2022
stadt+werk, Ausgabe 1/2 2022
stadt+werk, Ausgabe 9/10 2022

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Erdgas:
Uniper
40221 Düsseldorf
Uniper
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen