BDEW-Waermewend-2406.05-rotation

Sonntag, 23. Juni 2024

Baden-Württemberg:
Gespräch zu Wasserstoffinfrastruktur


[5.7.2023] Das Land Baden-Württemberg will den Anschluss an die Wasserstoffinfrastruktur nicht verpassen. Um ihn zu gewährleisten hat vergangene Woche ein zweites Spitzengespräch zur Wasserstoffinfrastruktur in Stuttgart stattgefunden.

Zweites Spitzengespräch Wasserstoffinfrastruktur im Neuen Schloss in Stuttgart. Vergangene Woche fand im Neuen Schloss in Stuttgart das zweite Spitzengespräch Wasserstoffinfrastruktur statt. Wie das Land Baden-Württemberg mitteilt, führt die Landesregierung mit den Mitgliedern des Beirats Wasserstoff-Roadmap BW, des Unternehmensdialogs Energiewende sowie weiteren Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden und Kommunen einen intensiven Dialog über die Rolle von Wasserstoff für Klimaschutz und Wirtschaft. Beim zweiten Spitzengespräch Wasserstoff hätten die Beteiligten eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet: Darin forderten sie unter anderem den Anschluss Baden-Württembergs an das geplante deutsche Kernnetz 2032.
Nach Ansicht der 31 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der gemeinsamen Erklärung sollten bei der Ausgestaltung des deutschen Kernnetzes gleich mehrere Leitungen im Südwesten berücksichtigt werden: die im Bau befindliche wasserstofffähige Süddeutsche Erdgasleitung (SEL) vom Knotenpunkt Lampertheim bis Altbach/Neckar und ihre Verlängerung bis Bissingen/Bayern, die Nord-Süd-Leitungsverbindung im Rheintal nach Baden-Württemberg und ihre Weiterführung bis zur Schweizer Grenze. Außerdem die Anbindung des Bodenseeraums (Illertal-Leitung/Donau-Bodensee-Leitung) sowie das grenzüberschreitende Projekt RHyn Interco im Raum Freiburg (wir berichteten).

Bedarfsanalyse für künftige Netze

Für die Planung künftiger Netze führe das Umweltministerium derzeit eine neue Wasserstoffbedarfsanalyse durch. Gemeinsam mit der Plattform H2BW, den Industrie- und Handelskammern, dem Netzbetreiber Terranets BW und verschiedenen Branchenverbänden würden die Bedürfnisse der Unternehmen abgefragt. Der Wasserstoffbedarf in Baden-Württemberg werde voraussichtlich schon vor dem Start des deutschen Kernnetzes im Jahr 2032 deutlich ansteigen – insbesondere in der Stromerzeugung bei der Umstellung von Gaskraftwerken, in der Industrie und im Schwerlastverkehr. Notwendig seien daher bundesweit einheitliche Rahmenbedingungen, die den Bau von Elektrolyseuren zur lokalen Wasserstofferzeugung auch im Südwesten ermöglichen. Das Land unterstütze hier die Genehmigungsverfahren durch Leitfäden und Handlungsempfehlungen. Parallel dazu fördere die Landesregierung derzeit den Aufbau der Tankstelleninfrastruktur für Langstrecken-Lkw mit einem eigenen Förderprogramm.
Das Land werde den Fachdialog zum Thema Wasserstoffinfrastruktur fortsetzen, wobei die weitere Planung des bundesweiten Kernnetzes und der Aufbau regionaler Produktionszentren im Vordergrund stünden. (th)

Hier finden Sie die gemeinsame Erklärung vom 30. Juni 2023: Wasserstoffinfrastruktur für Baden-Württemberg (PDF) (Deep Link)
https://www.baden-wuerttemberg.de

Stichwörter: Wasserstoff, Baden-Württemberg, Stuttgart

Bildquelle: Umweltministerium Baden-Württemberg

Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Wasserstoff

Hamburg: Umrüstung des Kohlekraftswerks
[17.6.2024] Die Umrüstung des ehemaligen Kohlekraftwerks Moorburg zu einem Standort für die Wasserstoffproduktion schreitet voran, mit dem Baubeginn eines 100-Megawatt-Elektrolyseurs im Jahr 2025. Dieses Projekt ist ein zentraler Bestandteil der Hamburger Wasserstoffstrategie zur Dekarbonisierung von Industrie und Verkehr. mehr...
Ehemaliges Kohlekraftwerk Moorburg wird zu einem Standort für die Wasserstoffproduktion.
Salzlandkreis: Baustart für Wasserstoffprojekt
[17.6.2024] Im Salzlandkreis haben die Bauarbeiten für ein Wasserstoffprojekt begonnen. Ein neuer Windpark soll einen Elektrolyseur mit Strom versorgen, sodass Wasserstoff klimaneutral produziert werden und zur Dekarbonisierung des Bus-, Entsorgungs- und Schwerlastverkehrs beitragen kann. mehr...
Im Beisein von Sachsen-Anhalts Energieminister Armin Willingmann (6. v.l.) ist der Baustart für das Wasserstoffprojekt im Salzlandkreis gefallen.
Wärmeplanung: Nicht mit Wasserstoff rechnen
[13.6.2024] Ein neues Gutachten zeigt, dass die Umstellung der Gasnetze auf Wasserstoff noch nicht verlässlich gewährleistet werden kann. Kommunen sollten daher bei ihrer Wärmeplanung nicht von einer Wasserstoffversorgung der Haushalte ausgehen. mehr...
Kommunen sollten bei der Wärmeplanung nicht mit Wasserstoff rechnen.
Frankfurt am Main: ICB-Wasserstofftankstelle eröffnet
[5.6.2024] Das Frankfurter Busunternehmen ICB hat auf seinem Betriebshof eine Wasserstofftankstelle eröffnet, an der die 23 Busse der H2-Flotte direkt betankt werden können. mehr...
Ministerialrat Jörg Arne Egerter (links) und Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert eröffnen die ICB-Wasserstofftankstelle.
Schleswig-Holstein: 1,8 Millionen für Wasserstoffprojekt
[3.6.2024] Das unter der Federführung Schleswig-Holsteins stehende Interreg-Projekt hat jetzt eine Förderung von 1,8 Millionen Euro erhalten. Ziel des Projekts ist die innovative Wasserstoffnutzung im Schwerlastverkehr. mehr...

Suchen...

 Anzeige

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Uniper
40221 Düsseldorf
Uniper
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH
SMIGHT GmbH
76185 Karlsruhe
SMIGHT GmbH
rku.it GmbH
44629 Herne
rku.it GmbH
GISA GmbH
06112 Halle (Saale)
GISA GmbH

Aktuelle Meldungen