Freitag, 9. Dezember 2022
Sie befinden sich hier: Startseite > Themen > Erdgas > Frühwarnung für Gas

Versorgungssicherheit:
Frühwarnung für Gas


[24.3.2022] Der BDEW ist alarmiert, weil Gaslieferungen von Russland in Rubel bezahlt werden sollen. Der Verband fordert, die Frühwarnstufe im nationalen Notfallplan Gas auszurufen.

Die Gas-Versorgungssicherheitsverordnung kennt drei Krisenstufen. Wenn es ernstzunehmende Anzeigen für eine erhebliche Verschlechterung der Gasversorgungslage gibt, kann eine Frühwarnstufe ausgerufen werden. Bei der Alarmstufe liegt bereits eine Störung der Gasversorgung oder eine außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Gas vor, die Notfallstufe tritt ein, wenn die Gasversorgung nicht mehr ausreicht, um die Nachfrage zu decken.
Nun fordert der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) die Bundesregierung auf, die Frühwarnstufe im nationalen Notfallplan Gas auszurufen. Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, erklärt: „Es liegen konkrete und ernst zu nehmende Hinweise vor, dass wir in eine Verschlechterung der Gasversorgungslage kommen. Mit der Ankündigung durch Putin, dass Gaslieferungen in Zukunft in Rubel zu bezahlen sind, ist eine Auswirkung auf die Gaslieferungen nicht auszuschließen.“
Es müssten jetzt Kriterien entwickelt werden, welche Industrien und Sektoren weiterhin mit Gas auch im Rahmen einer Gasmangellage versorgt werden. Zudem müsse auf europäischer Ebene das Ausrufen der Frühwarnstufe koordiniert werden. Andreae sagte: „Das Ausrufen der Frühwarnstufe wird dazu führen, dass die Vorbereitung einer tatsächlich eintretenden Gasmangellage in Zusammenarbeit von Kommunen, Bundesnetzagentur und Netzbetreibern an außerordentlicher Bedeutung gewinnt.“ (al)

https://www.bdew.de

Stichwörter: Erdgas, BDEW



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Erdgas

Baden-Württemberg: Biogas statt Erdgas
[10.10.2022] Biogasanlagen im Südwesten könnten durch Leistungssteigerung dank flexibler Einsatzzeiten Erdgas in Teilen schnell ersetzen, so eine Berechnung der Plattform EE BW. mehr...
enervis: Atomkraft spart Gas
[30.9.2022] Nach einer enervis-Studie erhöht der AKW-Weiterbetrieb die Versorgungssicherheit und reduziert den Gasverbrauch. mehr...
EWI-Studie: Erdgas aus den USA muss es richten
[23.9.2022] Eine EWI-Studie betrachtet die Folgen ausbleibender Gasmengen aus Russland auf die globalen Gasmärkte bis 2030. Flüssigerdgas aus den USA hat demnach das größte Potenzial für Lieferungen nach Europa. mehr...
LNG-Terminal (3D-Darstellung): Vor allem die USA werden Flüssiggas nach Europa liefern.
Hamm: Gaskraftwerk erhält Leistungs-Upgrade
[2.9.2022] Das Trianel Gaskraftwerk in Hamm wird nach 15 Jahren Betrieb jetzt technisch überprüft. Im Zuge der Revision soll die Leistung des Kraftwerks gesteigert und am Einsatz von Wasserstoff gearbeitet werden. mehr...
Das Trianel Gaskraftwerk in Hamm wird jetzt einer Revision unterzogen.
Brunsbüttel: Zeitplan für Flüssiggasterminal steht
[25.7.2022] Im Elbehafen Brunsbüttel in Schleswig-Holstein wird künftig ein schwimmendes Flüssiggasterminal dazu beitragen, die Gasversorgung in Deutschland zu sichern. Bereits zum Jahreswechsel 2022/2023 soll es den Betrieb aufnehmen. 
  mehr...
Der Brunsbütteler Elbehafen wird zum Standort für ein schwimmendes Flüssiggasterminal.

Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 11/12 2022
stadt+werk, Ausgabe 9/10 2022
stadt+werk, Ausgabe 7/8 2022
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2022

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Erdgas:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH
Uniper
40221 Düsseldorf
Uniper

Aktuelle Meldungen