Dienstag, 28. Juni 2022
Sie befinden sich hier: Startseite > Themen > Erdgas > Frühwarnung für Gas

Versorgungssicherheit:
Frühwarnung für Gas


[24.3.2022] Der BDEW ist alarmiert, weil Gaslieferungen von Russland in Rubel bezahlt werden sollen. Der Verband fordert, die Frühwarnstufe im nationalen Notfallplan Gas auszurufen.

Die Gas-Versorgungssicherheitsverordnung kennt drei Krisenstufen. Wenn es ernstzunehmende Anzeigen für eine erhebliche Verschlechterung der Gasversorgungslage gibt, kann eine Frühwarnstufe ausgerufen werden. Bei der Alarmstufe liegt bereits eine Störung der Gasversorgung oder eine außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Gas vor, die Notfallstufe tritt ein, wenn die Gasversorgung nicht mehr ausreicht, um die Nachfrage zu decken.
Nun fordert der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) die Bundesregierung auf, die Frühwarnstufe im nationalen Notfallplan Gas auszurufen. Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, erklärt: „Es liegen konkrete und ernst zu nehmende Hinweise vor, dass wir in eine Verschlechterung der Gasversorgungslage kommen. Mit der Ankündigung durch Putin, dass Gaslieferungen in Zukunft in Rubel zu bezahlen sind, ist eine Auswirkung auf die Gaslieferungen nicht auszuschließen.“
Es müssten jetzt Kriterien entwickelt werden, welche Industrien und Sektoren weiterhin mit Gas auch im Rahmen einer Gasmangellage versorgt werden. Zudem müsse auf europäischer Ebene das Ausrufen der Frühwarnstufe koordiniert werden. Andreae sagte: „Das Ausrufen der Frühwarnstufe wird dazu führen, dass die Vorbereitung einer tatsächlich eintretenden Gasmangellage in Zusammenarbeit von Kommunen, Bundesnetzagentur und Netzbetreibern an außerordentlicher Bedeutung gewinnt.“ (al)

https://www.bdew.de

Stichwörter: Erdgas, BDEW



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Erdgas

Gas-Alarmstufe: Weitere Maßnahmen nötig
[24.6.2022] VKU und BDEW halten nach Ausrufung der zweiten Alarmstufe des Notfallplans Gas weitere Maßnahmen für nötig. Insbesondere die Preisweitergabe hätte enorme Auswirkungen auf Endkunden. mehr...
enervis: Weniger Strom aus Gas
[23.6.2022] Der Gasverbrauch im Strommarkt könnte massiv sinken, so die Energieökonomen von enervis. mehr...
BDEW: Kohle sollte Gas bei Strom ersetzen
[21.6.2022] Der BDEW spricht sich dafür aus, aufgrund der sinkenden Gaslieferungen aus Russland die Gasverstromung zu reduzieren und mittels Kohlekraftwerke aufzufangen. mehr...
Gaskrise: Strafen für AGFW falscher Weg
[1.6.2022] Der AGFW nimmt Stellung zum geplanten Ersatzkraftwerke-Bereithaltungsgesetz. Demnach sind Strafzahlungen zur Reduzierung des Gasverbrauchs der falsche Weg. mehr...
BDEW: Gaskraftwerke nicht abschalten
[31.5.2022] Der BDEW fordert Nachbesserungen beim Gesetzentwurf zur Reduzierung des Gasverbrauchs im Stromsektor. mehr...

Suchen...

 Anzeige



Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 5/6 2022
stadt+werk, Ausgabe 3/4 2022
stadt+werk, Ausgabe 1/2 2022
stadt+werk, Ausgabe 11/12 2021

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Erdgas:
Uniper
40221 Düsseldorf
Uniper
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen