Dienstag, 28. März 2023
Sie befinden sich hier: Startseite > Themen > Erdgas > Bedeutung von LNG steigt

Gasmarkt-Studie:
Bedeutung von LNG steigt


[6.3.2023] Das EWI hat untersucht, wie sich die globalen Gasmärkte bis 2035 entwickeln werden. Die Forscher gehen davon aus, dass die Gaspreise wieder sinken und Norwegen und die USA die wichtigsten Gaslieferanten für Europa werden.

Das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität zu Köln (EWI) hat die Entwicklung der europäischen Gasversorgung bis zum Jahr 2035 untersucht. Dabei zeigt sich eine zentrale Bedeutung von Liquefied Natural Gas (LNG). Der in der Analyse angenommene Ausbau der europäischen LNG-Regasifizierungskapazitäten würde in den betrachteten Szenarien ausreichen, um die Nachfrage zu decken.

LNG aus den USA und Katar

Norwegen bleibt in der Analyse einer der wichtigsten Gaslieferanten für Europa. Neben den leitungsgebundenen Gasimporten nimmt die Bedeutung von LNG für die europäische Gasversorgung zu. LNG-Importe könnten zudem die langfristig rückläufige Produktion in Norwegen kompensieren. In den Szenarien kommt LNG vor allem aus den USA und Katar. Im Szenario mit leicht rückläufiger Gasnachfrage und niedrigem Gasangebot würden die USA mit bis zu 138 Milliarden Kubikmetern im Jahr 2035 zum wichtigsten Gaslieferanten für Europa aufsteigen – das entspräche einem Anteil von rund 45 Prozent an den europäischen Gesamtimporten.

Gaspreise könnten deutlich sinken

David Schlund, Senior Research Consultant am EWI, erläutert: „Die Gaspreise in Europa könnten im Laufe der Jahre zum Teil deutlich sinken. In allen Szenarien erreichen sie 2030 wieder das historische Niveau der 2010er Jahre von unter 20 Euro pro Megawattstunde.“ Ein wesentlicher Faktor für die Preisentwicklung sei die sinkende Nachfrage. Die Studie zeige aber, dass bei niedrigem Gasangebot und leicht steigender globaler Nachfrage die Preise im Jahr 2026 immer noch deutlich über den aktuellen Gaspreisen am Terminmarkt für diesen Zeitraum liegen könnten. (al)

https://www.ewi.uni-koeln.de
EWI-Untersuchung „Analyse der globalen Gasmärkte bis 2035“ (PDF) (Deep Link)

Stichwörter: Erdgas, EWI, LNG



Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Erdgas

Baden-Württemberg: Biogas statt Erdgas
[10.10.2022] Biogasanlagen im Südwesten könnten durch Leistungssteigerung dank flexibler Einsatzzeiten Erdgas in Teilen schnell ersetzen, so eine Berechnung der Plattform EE BW. mehr...
enervis: Atomkraft spart Gas
[30.9.2022] Nach einer enervis-Studie erhöht der AKW-Weiterbetrieb die Versorgungssicherheit und reduziert den Gasverbrauch. mehr...
EWI-Studie: Erdgas aus den USA muss es richten
[23.9.2022] Eine EWI-Studie betrachtet die Folgen ausbleibender Gasmengen aus Russland auf die globalen Gasmärkte bis 2030. Flüssigerdgas aus den USA hat demnach das größte Potenzial für Lieferungen nach Europa. mehr...
LNG-Terminal (3D-Darstellung): Vor allem die USA werden Flüssiggas nach Europa liefern.
Hamm: Gaskraftwerk erhält Leistungs-Upgrade
[2.9.2022] Das Trianel Gaskraftwerk in Hamm wird nach 15 Jahren Betrieb jetzt technisch überprüft. Im Zuge der Revision soll die Leistung des Kraftwerks gesteigert und am Einsatz von Wasserstoff gearbeitet werden. mehr...
Das Trianel Gaskraftwerk in Hamm wird jetzt einer Revision unterzogen.
Brunsbüttel: Zeitplan für Flüssiggasterminal steht
[25.7.2022] Im Elbehafen Brunsbüttel in Schleswig-Holstein wird künftig ein schwimmendes Flüssiggasterminal dazu beitragen, die Gasversorgung in Deutschland zu sichern. Bereits zum Jahreswechsel 2022/2023 soll es den Betrieb aufnehmen. 
  mehr...
Der Brunsbütteler Elbehafen wird zum Standort für ein schwimmendes Flüssiggasterminal.

Suchen...

 Anzeige



 Anzeige



Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Erdgas:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH
Uniper
40221 Düsseldorf
Uniper

Aktuelle Meldungen