Montag, 26. September 2022

Kommunikation:
Versorger investieren in Funknetz


[13.6.2018] Unterstützt von dem Unternehmen Alliander haben verschiedene Regionalversorger und Netzbetreiber jetzt mit dem Aufbau eines 450-Megahertz-Funknetzes begonnen.

Für die digitale Vernetzung der Millionen Stromerzeuger und -verbraucher benötigt die Energiewirtschaft eine leistungsfähige, sichere und hochverfügbare Kommunikationsinfrastruktur. Die Energieversorger und Netzbetreiber EWE NETZ, Netzgesellschaft Düsseldorf, RheinEnergie (über das Tochterunternehmen NetAachen), TEAG Thüringer Energie, WEMAG und Westfalen WeserNetz investieren daher in neue Funknetze mit einer Frequenz von 450 Megahertz (MHz).
Wie das Unternehmen WEMAG mitteilt, sollen diese vor allem zur Steuerung der Stromnetze, zur Anbindung von Smart Meter Gateways und zur Notfallkommunikation eingesetzt werden. Anders als herkömmliche Telekommunikationsnetze funktionieren die Funknetze mit einer sehr hohen örtlichen und zeitlichen Verfügbarkeit. Die Stromversorgung könne so sicher gesteuert und im Notfall schnell wiederhergestellt werden.
Aufbau und Betrieb der 450-MHz-Funknetze erfolgen laut WEMAG in einer strategischen Partnerschaft mit 450connect, einem Tochterunternehmen des niederländischen Stromversorgers Alliander. Das Unternehmen hat ein solches Funknetz bereits erfolgreich in den Niederlanden umgesetzt. Dort wird es nach Angaben des Herstellers seit mehreren Jahren für die Kommunikation dezentralisierter und digitalisierter Stromnetze eingesetzt. „Inzwischen sind fast eine Million Nutzer angeschlossen“, berichtet Frank Zeeb, Vorstandsvorsitzender bei Alliander. „Unser Ziel ist es, auch in Deutschland in einer strategischen Partnerschaft mit der Energiewirtschaft ein flächendeckendes und hochverfügbares Funknetz für Unternehmen und Organisationen mit kritischen Kommunikationsanforderungen aufzubauen.“
„Die Energiewirtschaft hat lange nach einer geeigneten Lösung für ihre Kommunikationsbedarfe gesucht“, erklärt Torsten Maus, Vorsitzender der Geschäftsführung von EWE NETZ. „Die technischen Anforderungen sind enorm. Stromerzeuger, -verbraucher und Netzbetreiber müssen jederzeit und überall miteinander kommunizieren können. Das funktioniert nur, wenn auch in Kellerräumen verbaute Anlagen wie Smart Meter Gateways zuverlässig erreicht werden. Unsere Funknetzlösung bietet in Ergänzung unserer leitungsgebundenen Telekommunikation dank der vergleichsweise niedrigen Frequenz von 450 Megahertz eine hervorragende Gebäudeversorgung.“
„Herkömmliche Telekommunikationsnetze fallen ohne Strom nach wenigen Stunden aus. Unsere Lösung ist mehrfach abgesichert und funktioniert hundertprozentig“, betont Thomas Murche, Technischer Vorstand von WEMAG. „Sollte es je zu einem flächendeckenden Blackout kommen, können wir die Stromnetze schnell wieder hochfahren. Ohne funktionierende Kommunikationsmöglichkeit wäre das sehr schwer bis unmöglich.“ (bs)

http://www.wemag.com
http://www.alliander.de

Stichwörter: Informationstechnik, Thüringer Energie AG (TEAG), WEMAG, EWE Netz, RheinEnergie, Kommunikation, Netze



Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Informationstechnik

450-MHz-Frequenz: Großes Interesse bei Stadtwerken
[23.9.2022] Der Stadtwerke-Tag 2022 zu Launch und Anwendungen des 450-MHz-Funknetzes war ausgebucht und beweist das große Interesse an dieser Kommunikationstechnologie. mehr...
Die große Resonanz beim 450connect-Stadtwerketag unterstrich die Dringlichkeit einer ausfallsicheren Kommunikation für kritische Infrastrukturen.
Stadtwerke SH: IVU führt Wilken ENER:GY ein
[22.9.2022] Die Stadtwerke SH haben IVU mit der Einführung von Wilken ENER:GY als neues gemeinsames ERP- und Abrechnungssystem beauftragt. mehr...
DEW21: Besichtigung im Metaverse
[21.9.2022] Vor seiner eigentlichen Eröffnung im Oktober konnte das neue Servicecenter der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung (DEW21) bereits am vergangenen Wochenende digital im Metaverse besichtigt werden. mehr...
Virtuelles Servicecenter der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung in Metaverse.
GE/Mettenmeier: Hausanschlüsse gemeinsam einmessen
[13.9.2022] Die Unternehmen GE und Mettenmeier haben eine neue Kooperation zur Einmessung von Hausanschlüssen vereinbart. Grundlage ist die NAVA-App, die jetzt weltweit erhältlich ist. mehr...
Mit der NAVA-App dokumentieren Netzbetreiber den Leitungsverlauf mit dem Smartphone am offenen Graben.
Stadtwerke Sigmaringen: Neues Tool für Netzentgelte
[8.9.2022] Die Stadtwerke Sigmaringen nutzen zur Berechnung ihrer Stromnetzentgelte erstmals eine Plattform von regiocom, NWS und IfE. Diese Portallösung soll Transparenz und Konsistenz in die Netzentgeltkalkulation bringen. mehr...
Einbettung der Netzentgeltkalkulation in den Regulierungsprozess.

Suchen...

 Anzeige



Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 7/8 2022
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2022
stadt+werk, Ausgabe 3/4 2022
stadt+werk, Ausgabe 1/2 2022
stadt+werk, Ausgabe 9/10 2022

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Informationstechnik:
VIVAVIS AG
76275 Ettlingen
VIVAVIS AG
ITC AG
01067 Dresden
ITC AG
IVU Informationssysteme GmbH
22846 Norderstedt
IVU Informationssysteme GmbH
A/V/E GmbH
06112 Halle (Saale)
A/V/E GmbH

Aktuelle Meldungen