Montag, 30. Januar 2023

Abfallkraftwerk RZR Herten:
Energiezentrale in Betrieb


[10.12.2018] Die neue Energiezentrale am Abfallkraftwerk RZR in Herten wurde jetzt offiziell in Betrieb genommen. Pro Jahr können bis zu 600 Gigawattstunden Wärme ausgekoppelt werden.

Die neue Energiezentrale III am RZR Herten liefert umweltfreundlichen Strom und Fernwärme aus Abfall. Über 150 Gäste aus Politik, Wirtschaft sowie der Abfall- und Energiebranche feierten am vergangenen Donnerstag (6. Dezember 2018) die Inbetriebnahme der neuen Energiezentrale am Abfallkraftwerk RZR in Herten. Ab Januar wird von hier aus klimafreundliche Fernwärme für umgerechnet 25.000 Haushalte in die Fernwärmeschiene Ruhr der STEAG fließen. Nachdem die beteiligten Unternehmen AGR Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet, Hertener Stadtwerke, STEAG Fernwärme und Uniper Wärme im Dezember 2016 die Verträge für die Fernwärmelieferung unterzeichnet hatten (wir berichteten), konnte die Realisierung des Großprojekts nun bei einer symbolischen Inbetriebnahme in Herten gefeiert werden.
Die Bauzeit der Energiezentrale betrug rund zwei Jahre. Für Turbinen, Pumpen, Heizkondensatoren, Dampfumformstationen sowie Leit- und Elektrotechnik und weitere Bauteile wurden nach Angaben von STEAG zusammen mit dem Gebäude über 20 Millionen Euro investiert. Pro Jahr könnten bis zu 600 Gigawattstunden Wärme ins Netz eingespeist werden. Nur durch den Weiterverkauf der Fernwärme aus dem RZR durch STEAG Fernwärme an Uniper Wärme sei eine derart umfangreiche Wärmeauskopplung möglich. Joachim Ronge, Vorsitzender der Geschäftsführung der AGR, betonte: „Die Fernwärme-Auskopplung in dieser Dimension ist ökologisch sinnvoll, nachhaltig und wirtschaftlich. Über die Daseinsvorsorge ‚Abfallentsorgung‘ entsteht nicht nur Strom, sondern auch klimafreundliche Wärme.“ (al)

http://www.agr.de

Stichwörter: Wärmeversorgung, Uniper, STEAG, Abfallkraftwerk RZR Herten

Bildquelle: AGR Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet mbH

Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Wärmeversorgung

Kreis Lörrach: Wende mit Daten vorantreiben Bericht
[27.1.2023] Im Kreis Lörrach haben sich 35 Kommunen zusammengeschlossen, um gemeinsam ein Konzept für eine klimaneutrale Wärmeplanung zu entwickeln. Bei der Datenerhebung und -bearbeitung halfen die Fachleute von greenventory. mehr...
Gebäudescharfe Daten sind Grundlage für die kommunale Wärmeplanung.
Dortmund: Hybride Wärmeerzeugung
[20.1.2023] Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung reduziert den Einsatz von Erdgas in der Wärmeversorgung. Zukünftig soll klimaneutraler Wasserstoff den fossilen Energieträger ersetzen. mehr...
Berlin: Wärmewende in kommunaler Hand
[19.1.2023] Finanzsenator Daniel Wesener und Wirtschaftssenator Stephan Schwarz haben den Berliner Senat über die geplante Übernahme der Berliner Fernwärmeversorgung von Vattenfall informiert. mehr...
Erkner: Bau einer Wärmepumpe
[13.1.2023] In der brandenburgischen Kleinstadt Erkner baut die EWE-Tochter TEWE eine Wärmepumpe für das Bildungszentrum. mehr...
Auf zwei Parkplätzen gegenüber der Energiezentrale des Bildungszentrums installiert die EWE-Tochter TEWE eine Wärmepumpe.
Hamburg: Bohrstart für Aquiferwärmespeicher
[11.1.2023] Um künftig Abwärme aus regionalen Industrie- und Abfallverwertungsbetrieben unter der Erde einzuspeichern, ist in Hamburg jetzt auf dem Gelände des Heizkraftwerks Tiefstack die erste Bohrung gestartet. mehr...