Sonntag, 7. August 2022
Sie befinden sich hier: Startseite > Themen > Windenergie > 30 Gigawatt nötig

Offshore-Windkraft:
30 Gigawatt nötig


[14.1.2022] Die neue Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag höhere Ziele für die Offshore-Windenergie fixiert. Um diese zu erreichen, wäre nach einer Analyse mehrerer Branchenverbände bis zum Jahr 2030 ein Zubau von 30 Gigawatt nötig.

Mehrere Branchenverbände sehen einen notwendigen Zubau von 30 GW Offshore-Windenergie bis 2030. 2021 fand kein Zubau von Windenergieanlagen in der deutschen Nord- und Ostsee statt. Die neue Regierung hat im Koalitionsvertrag höhere und langfristigere Ziele fixiert. Diese müssten nun umgehend Eingang in das Wind-auf-See-Gesetz finden, um weitere Zeitverluste zu vermeiden, so die Branchenverbände Bundesverband WindEnergie (BWE), Bundesverband der Windparkbetreiber Offshore, Stiftung Offshore-Windenergie, VDMA Power Systems und WAB. „Das Bekenntnis der Ampel-Koalition zum deutlich schnelleren Ausbau der Offshore-Windenergie ist ebenso richtig wie die konkrete Zielvorgabe von mindestens 30 Gigawatt bis 2030. Diese Zielsetzung schafft eine positive Perspektive für die gesamte Wertschöpfungskette“, kommentieren die Branchenorganisationen. „Nun sollte umgehend die Netz- und Flächenplanung für die Umsetzung des anvisierten Ausbaupfads überarbeitet werden. Es muss dabei darum gehen, alle Beschleunigungspotenziale zu heben, um einen wirtschaftlichen und klimaschutzgerechten Ausbau zu ermöglichen."
Die geplanten Ausschreibungsmengen müssen schnellstmöglich deutlich erhöht werden, um das vorhandene Innovationspotenzial sowie die Beschäftigung und Wertschöpfungskette in Deutschland zu erhalten und auszubauen. Darüber hinaus müssen die Flächenpotenziale in deutschen Gewässern voll ausgeschöpft werden. Es sollte bei Nutzungskonflikten um pragmatische und klimaschutzfreundliche Lösungen gehen, nicht zuletzt im Sinne des Umweltschutzes. Es gilt zudem, einen Ausbau-Stau am Ende des Jahrzehnts zu vermeiden, der zu Engpässen in der Lieferkette führen könnte und die Kapazitätsplanung der Industrie vor Herausforderungen stellen würde – zumal auch andere Märkte ihre Ausbauziele erhöht haben. Die schnelle Umsetzung innovativer Konzepte kann ebenfalls dabei helfen, die höheren Ziele zu erfüllen. Hierzu zählt, bei den Offshore-Wind-Netzanbindungen schon früher als bisher geplant mit dem Bau der Systeme mit zwei Gigawatt (GW) zu beginnen. Das Potenzial deutscher Gewässer muss voll ausgeschöpft werden, und auch europäische Lösungen wie grenzübergreifende Projekte sind hilfreich, um ausreichend Erzeugung zu erlangen. Dies erhält und schafft qualifizierte Arbeitsplätze in der Wertschöpfungskette im gesamten Bundesgebiet. Die Bundesregierung sollte frühzeitig klären, welchen zusätzlichen Offshore-Wind-Ausbaubedarf das auf zehn GW erhöhte Ziel für die Elektrolysekapazität für grünen Wasserstoff notwendig macht. Diese Flächen sollten ebenfalls umgehend lokalisiert und zügig ausgeschrieben werden. Der Regulierungsrahmen für grünen Wasserstoff bedarf gemeinsam abgestimmter Vorgaben in Deutschland und Europa, um den Markthochlauf der grünen Wasserstoffwirtschaft wirtschaftlich möglich zu machen. (ur)

https://www.bwo-offshorewind.de
https://www.wind-energie.de
https://www.offshore-stiftung.de
https://www.vdma.org

Stichwörter: Windenergie, Offshore, BWE, VDMA

Bildquelle: Frank Urbansky

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Windenergie

Oberlausitz: Windpark in Braunkohlegebiet geplant
[2.8.2022] In dem in der Oberlausitz gelegenen Tagebau Nochten ist ein Windpark mit bis zu 33 Windenergieanlagen geplant. Der Windpark ist als Teil eines ökologischen Kraftwerks in der Region gedacht. mehr...
RWE Innovation Award: Gewinner stehen fest
[2.8.2022] Der RWE Innovation Award ist überreicht worden. In der Kategorie Ökologie wurde ARC Marine ausgezeichnet. In der Rubrik Systemintegration sind Verlume und ForWind die Gewinner. mehr...
Die Gewinner des diesjährigen RWE Innovation Award.
Eifelkreis Bitburg-Krüm: Windstrom für 22.000 Haushalte
[22.7.2022] Das Unternehmen RWE errichtet im rheinland-pfälzischen Eifelkreis Bitburg-Prüm einen Windpark, der ab 2026 Grünstrom für 22.000 Haushalte liefern soll. mehr...
RWE: Verträge zur Entwicklung von fünf Windenergieanlagen unterzeichnet.
Thüringen: Trianel Energieprojekte erhält Siegel
[20.7.2022] Trianel Energieprojekte wurde jetzt mit dem Siegel „Faire Windenergie Thüringen“ ausgezeichnet. mehr...
Trianel darf Siegel „Faire Windenergie Thüringen“ führen.
1. Halbjahr 2022: Hälfte des Stroms aus Erneuerbaren
[6.7.2022] Erneuerbare Energien haben laut den Berechnungen von ZSW und BDEW im ersten Halbjahr rund die Hälfte des Stromverbrauchs gedeckt. mehr...

Suchen...

 Anzeige



Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 7/8 2022
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2022
stadt+werk, Ausgabe 3/4 2022
stadt+werk, Ausgabe 1/2 2022

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Windenergie:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen