Dienstag, 2. Juni 2020
Sie befinden sich hier: Startseite > Themen > Fernwärme > Energiezentrale im Bau

Hamburg:
Energiezentrale im Bau


[27.8.2019] Die industrielle Abwärmenutzung in Hamburg nimmt weiter Fahrt auf: Jetzt wurde der Grundstein für die neue Energiezentrale gelegt, welche die zuverlässige Fernwärmeversorgung sichert.

Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan und die enercity-Vorstandsvorsitzende Susanna Zapreva legen den Grundstein für die neue Energiezentrale. In Hamburg fließt seit Oktober 2018 Wärme, die in einem Nebenprozess der Kupferproduktion des Unternehmens Aurubis entsteht, durch eine Leitung zur östlichen HafenCity (wir berichteten). Gestern (26. August 2019) wurde der Grundstein für die Energiezentrale gelegt, welche die zuverlässige Fernwärmeversorgung sichert. Denn: Die Industriewärme unterliegt produktionsbedingt starken Schwankungen oder steht bei Instandsetzungen und ungeplanten Ausfällen zeitweise nicht zur Verfügung. Im Projekt des Hannoveraner Energiedienstleisters enercity garantieren deshalb Heizkessel mit einer Feuerungswärmeleistung von rund 20 Megawatt und Pufferspeicher mit mehr als 1.000 Kubikmetern Wasserinhalt ganzjährig die zuverlässige Versorgung der Kunden.
Das Investionsvolumen für die Energiezentrale beträgt laut enercity 6,7 Millionen Euro. Im Zuge der Grundsteinlegung übergab Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan (Bündnis 90/Die Grünen) der enercity-Vorstandsvorsitzenden Susanna Zapreva einen Zuwendungsbescheid seiner Behörde. Hamburg fördert die Errichtung der Energiezentrale aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit rund 2,9 Millionen Euro.
Umweltsenator Kerstan erklärte: „Industrielle Abwärme spielt eine wichtige Rolle in der Wärmestrategie der Stadt. Mit der östlichen Hafencity wird erstmals ein ganzer Stadtteil in Hamburg so versorgt. Der Bau von Energiezentrale und Wärmetrasse durch enercity hat erheblich dazu beigetragen, dieses Projekt zu realisieren.“ Mit dem Kupferkonzern Aurubis sei ein Geschäftsmodell gefunden worden, das sich für alle Seiten rechne und gleichzeitig wegweisend sei für die Energiewende und den Klimaschutz in Hamburg. (al)

https://www.enercity-contracting.de

Stichwörter: Fernwärme, enercity, Hamburg

Bildquelle: enercity / Roland Schneider Photographie

Druckversion    PDF     Link mailen




Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Fernwärme

Hannover: Aus Klärschlamm wird grüne Wärme
[28.5.2020] Die Stadt Hannover hat enercity den Auftrag zur Verwertung ihres Klärschlamms erteilt. Der Energiedienstleister wird daraus grüne Wärme für bis zu 15.000 Bürger erzeugen. mehr...
In dieser Anlage wird enercity den Klärschlamm aus Hannover verwerten.
Breites Bündnis: Mehr Schwung für die Wärmewende
[14.5.2020] Ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Verbänden, Genossenschaften und Klimaschutzorganisationen fordert ein konjunkturstimulierendes Förderprogramm für grüne Wärmenetze. mehr...
Solarthermie kann auch als Quelle für ein Wärmenetz dienen, wie hier in Berlin.
E.ON: CO2-arme Wärme für Quartiere
[5.5.2020] Ein E.ON-Projekt zur CO2-armen Wärmeversorgung von Stadtquartieren mittels Niedertemperaturnetzen ist als Reallabor der Energiewende ausgezeichnet worden. Das Modellprojekt soll jetzt in Städten an Rhein und Ruhr starten. mehr...
Friedrichshafen: Grüne Wärme für ganzen Stadtteil
[7.4.2020] Das Stadtwerk am See installiert in Friedrichshafen ein neues Nahwärmenetz. Gespeist wird es durch Industrie-Abwärme. Im Zuge der Leitungsarbeiten werden auch andere Netze ertüchtigt. mehr...
enercity: Grüne Wärme für Schlei-Terrassen
[6.4.2020] Die Schlei-Terrassen in Kappeln werden künftig mit grüner Wärme versorgt. Das Konzept stammt vom Unternehmen enercity contracting, das dafür ein vorhandenes Wärmenetz erweitert. mehr...
Blick über die Promenade zum Yachthafen der Schlei-Terrassen, die zukünftig mit grüner Wärme versorgt werden.

Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 3/4 2020
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2020

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Fernwärme:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH
Savosolar GmbH
22761 Hamburg
Savosolar GmbH

Aktuelle Meldungen