Montag, 10. Dezember 2018

Power to Gas:
Leuchtturmprojekt offiziell in Betrieb


[19.11.2018] Eine Power-to-Gas-Anlage in Grenzach-Wyhlen wandelt Strom aus Wasserkraft in grünen Wasserstoff um. Das klimafreundliche Gas soll eine schadstofffreie Mobilität ermöglichen.

Power-to-Gas-Anlage in Grenzach-Wyhlen wurde offiziell in Betrieb genommen. Wasserstoff aus Ökostrom kann die Mobilität klimafreundlicher machen und den Schadstoffausstoß reduzieren. Er ist derzeit aber noch zu teuer. Eine Power-to-Gas-Anlage in Megawattgröße im süddeutschen Grenzach-Wyhlen soll nun den Weg ebnen, um die Kosten deutlich zu senken. Der Strom stammt aus einem benachbarten Wasserkraftwerk am Rhein (wir berichteten). Der Wasserstoff soll als Kraftstoff für Brennstoffzellen-Fahrzeuge dienen und ist zudem Ausgangsstoff für die synthetischen Kraftstoffe e-Methan und e-Diesel.
Am Donnerstag vergangener Woche (15. November 2018) wurde das Leuchtturmprojekt im Beisein von Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) offiziell eingeweiht. Die Ministerin erklärte: „Mit der Power-to-Gas-Anlage hier in Wyhlen ist ein Vorzeigeprojekt für die Energiewende in Baden-Württemberg entstanden. Für die Sichtbarkeit und Wirtschaftlichkeit neuer Technologien ist eine Erprobung im realen Betrieb unverzichtbar. Wir benötigen daher dringend Demonstratoren wie hier in Grenzach-Wyhlen, die Power to Gas aus dem Labormaßstab holen und den wirtschaftlichen Betrieb dieser Technologie zeigen.“
Koordiniert wird das Vorhaben vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), Betreiber der Anlage ist das Versorgungsunternehmen Energiedienst. Wirtschaft und Forschung beteiligen sich ebenfalls an diesem Projekt zur Zukunft der Mobilität. Das Land Baden-Württemberg fördert das Vorhaben mit 4,5 Millionen Euro. Noch im November soll im Rahmen von Testläufen die Wasserstoffproduktion starten. (al)

www.ptg-bw.de

Stichwörter: Wasserkraft, Power to Gas

Bildquelle: Energiedienst AG

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