Dienstag, 17. September 2019
Sie befinden sich hier: Startseite > Themen > Politik > CO2-Preis lenkt ab

Eurosolar:
CO2-Preis lenkt ab


[12.9.2019] Im Vorfeld der Sitzung des Klimakabinetts der Bundesregierung mahnt Eurosolar konkrete Maßnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien an. Bei der Sektorkopplung sieht der Verband die Stadtwerke an einer Schlüsselposition.

Die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien (Eurosolar) mahnt im Vorfeld der Sitzung des Klimakabinetts am 20. September konkrete Maßnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien an. In einer Stellungnahme heißt es, eine einseitige Fixierung der Diskussion auf eine CO2-Bepreisung lenke von den wahren Problemen und Herausforderungen ab. Eine CO2-Bepreisung würde eine erkennbare Lenkungswirkung – wenn überhaupt – erst in vielen Jahren entwickeln.
Deshalb müsse der Ausbau der erneuerbaren Energien beschleunigt werden. Unter anderem fordert Eurosolar, den 52-Gigawatt-Deckel beim Ausbau von Solaranlagen aufzuheben und auf die Ausschreibung von Windenergieanlagen zu verzichten. Als Ausbauziele nennt der Verband 6 bis 7 Gigawatt Windenergie und 12 bis 14 Gigawatt Solarstrom pro Jahr.
Die Kopplung des Stromsektors mit dem Wärme- und Verkehrssektor ist für Eurosolar die zentrale Strukturentscheidung für die Energiewende. Eine besondere Rolle spielten dabei die Stadtwerke. In Zeiten der Energiewende sei es von unschätzbarem Wert, dass es Unternehmen gibt, die im Strom‐, Gas‐ und Fernwärmemarkt aktiv sind und beispielsweise Power to Heat reibungslos umsetzen könnten. Hierfür müssten die regulatorischen Rahmenbedingungen im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geschaffen werden.
Abschießend heißt es in dem Eurosolar-Statement, Deutschland brauche kein Paket von Einzelmaßnahmen zum Klimaschutz, sondern eine neue Energiemarktordnung. Diese müsse die dezentrale Nutzung von erneuerbaren Energien ins Zentrum der gesetzlichen und administrativen Rahmenbedingungen stellen. (al)

https://www.eurosolar.de
Energiepolitische Handlungsempfehlungen von Eurosolar (PDF, 4 MB) (Deep Link)

Stichwörter: Politik, Eurosolar



Druckversion    PDF     Link mailen




Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik

BMVI: Neun Wasserstoffregionen festgelegt
[11.9.2019] Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat neun Wasserstoffregionen in Deutschland bekannt gegeben. In ihnen soll ein passendes Wasserstoffkonzept entwickelt und ein Netzwerk wichtiger Akteure zur Umsetzung aufgebaut werden. mehr...
Bayern: Wasserstoff-Zentrum H2.B gegründet
[6.9.2019] Ein Zentrum zur Erforschung von Wasserstofftechnologien wurde in Bayern gegründet. Mit dem Kompetenz-Cluster am Energiecampus in Nürnberg will die Staatsregierung die enormen Potenziale der Wasserstoffwirtschaft im Freistaat heben. mehr...
Pressekonferenz zur Gründung des Zentrums Wasserstoff.Bayern in Nürnberg.
CO2-Preis: Verbände fordern baldige Einführung
[28.8.2019] Eine schnelle, zielgerichtete und wirksame Umsetzung der CO2-Bepreisung ist mit sozial-gerechter Ausgestaltung vereinbar. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Vergleichsstudie vom Bundesverband Erneuerbare Energie, dem Deutschen Naturschutzring und der Klima-Allianz Deutschland. mehr...
Niedersachsen: Wasserstoffallianz geplant
[27.8.2019] Vergangene Woche unterzeichneten Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aus ganz Niedersachsen ein Memorandum of Understanding zur Initiierung der Niedersächsischen H2-Allianz. Ziel ist der Aufbau einer landesweiten grünen Wasserstoffwirtschaft. mehr...
Kohleausstieg: Anhörung startet – Erste Kritik
[23.8.2019] Das Bundeswirtschaftsministerium hat am Mittwoch dieser Woche die Länder- und Verbändeanhörung für den Referentenentwurf für ein Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen (StStG) eingeleitet. Kritik daran kommt von Greenpeace Energy. mehr...

Suchen...

 Anzeige



Aktuelle Meldungen