Donnerstag, 2. April 2020

Kreis Marburg-Biedenkopf:
Energie-Kommune des Monats


[30.9.2019] Der hessische Landkreis Marburg-Biedenkopf ist Energie-Kommune des Monats der Agentur für Erneuerbare Energien. Maßgeblich dazu bei trugen 13 Bioenergiedörfer, die seit 2004 durch Initiativen der Bürger entstanden sind.

Setzt auf Bioenergie und E-Mobilität: Landrätin Kirsten Fründt, Landkreis Marburg-Biedenkopf. „Klimaschutz gemeinsam" ist das Motto des hessischen Landkreises Marburg-Biedenkopf. Die Energiewende steht hier schon lange weit oben auf der politischen Agenda. Dafür wurde der Kreis von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) als Energie-Kommune des Monats ausgezeichnet. „Der Landkreis Marburg-Biedenkopf übernimmt politische und soziale Verantwortung und zeigt, dass die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr zur Energiewende gehören", sagt Robert Brandt, Geschäftsführer der AEE. Seit 2004 seien 13 Bioenergiedörfer im Landkreis Marburg-Biedenkopf durch Initiativen von Bürgern entstanden. In Zusammenarbeit mit der regionalen Landwirtschaft werden Dörfer des Landkreises bereits vollständig mit erneuerbarer Wärme versorgt. Bürgerbeteiligung habe in Marburg-Biedenkopf Tradition: Die Menschen engagierten sich und hätten gemeinsam Genossenschaften gegründet, um die Nahwärmenetze zu fördern. „Heute spricht der Erfolg für sich: engagierte Bürgerinnen und Bürger sind zu Multiplikatoren geworden und fördern die Wärmewende im Landkreis", erklärt Kirsten Fründt (SPD), Landrätin für Marburg-Biedenkopf. Der Landkreis selbst ist ebenfalls Mitglied in der Genossenschaft und versorgt öffentliche Gebäude, wie Schulen und Kitas, mit erneuerbarer Energie.
Neben der Wärmewende spiele auch die Verkehrswende in Mittelhessen eine große Rolle, so die AEE. Nachdem in einigen Kommunen bereits das E-Carsharing, also das Teilen und Ausleihen von E-Autos ermöglicht wurde, sei jetzt eine finanzielle Förderung für den Ausbau der Lade-Infrastruktur entstanden. Bürger, Vereine und Unternehmen hätten bereits 40 Anträge gestellt. Erste Ladesäulen seien schon installiert. Wer die Förderung bekommen möchte, dürfe ausschließlich erneuerbare Energien verwenden, müsse den Betrieb von mindestens fünf Jahren garantieren und ein eigenes E-Auto besitzen. Erst kürzlich ist der Landkreis zur Wasserstoffregion durch das Bundeswirtschaftsministerium ausgezeichnet worden (wir berichteten). (ur)

https://www.marburg-biedenkopf.de
https://www.unendlich-viel-energie.de

Stichwörter: Bioenergie, Elektromobilität, Kreis Marburg-Biedenkopf

Bildquelle: AEE

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