Samstag, 31. Juli 2021
Sie befinden sich hier: Startseite > Themen > Politik > Forderungen der Verbände

Wasserstoff:
Forderungen der Verbände


[6.11.2019] Zum Wasserstoffgipfel fordert der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft eine Senkung des Strompreises. Für eine Weiterentwicklung der Gasnetze spricht sich der VKU aus.

An die Stakeholder-Konferenz zur von der Bundesregierung geplanten nationalen Wasserstoffstrategie, die am 5. November 2019 in Berlin stattfand, stellte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) gleich mehrere Forderungen. „Der Energieträger Wasserstoff wird derzeit zu Recht als Allround-Talent der Energieversorgung von morgen bezeichnet: Er ist bestens geeignet, um die Flexibilisierung des Energiesystems und die Dekarbonisierung der Sektoren Verkehr, Wärme und Industrie voranzutreiben“, erklärte Kerstin Andreae, die neue Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Dafür müsse die Erschließung eines Absatzmarkts für Wasserstoff und anderer grüner Gase erfolgen, zum Beispiel über die Anerkennung als erneuerbare Energie im Gebäudeenergiegesetz. Zudem solle die die bestehende Gasinfrastruktur für die Klima- und Energiewendeziele genutzt werden.

Abgabenlast auf Strom senken

Für den Durchbruch von Wasserstoff, der aus erneuerbaren Energien hergestellt wird, sei es allerdings dringend erforderlich, die Steuer- und Abgabenlast auf Strom deutlich zu senken. Die von der Bundesregierung geplante homöopathische Senkung der EEG-Umlage reiche bei Weitem nicht aus. Eine weitere zentrale Voraussetzung für die künftige Produktion erneuerbaren Wasserstoffs sei der Ausbau der erneuerbaren Energien. Hemmnisse beim Erneuerbare-Zubau sind automatisch auch Hemmnisse für die Erschließung der Potenziale von Wasserstoff. Es sei zudem absehbar, dass Wasserstoff künftig auch aus anderen Ländern importiert werde. Hierfür brauche es dringend ein transparentes, unbürokratisches Nachweissystem für die Herkunft und Nachhaltigkeit.

Weiterentwicklung der Gasnetze

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) sprach sich nach der Konferenz für eine Weiterentwicklung der Gasnetze und eine Strategie für die zukünftigen Wasserstoff-Exportländer aus. „Wasserstoff kann kurzfristig vor allem im regionalen Kontext einen Beitrag zur Energiewende leisten. Eine wichtige Rolle spielt dabei vor allem der gezielte Einsatz von Wasserstoff im Verkehrs- und Industriesektor, in denen keine Alternativen zur Verfügung stehen“, sagte VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche. Grundvoraussetzungen einer Nutzung von Wasserstoff in den Sektoren seien der weitere konsequente Ausbau der erneuerbaren Energien sowie die frühzeitige Entwicklung einer Strategie zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit zukünftigen Wasserstoff-Exportländern. Außerdem müsse die Gasnetz-Infrastruktur als wesentliches Asset im Rahmen der Energiewende erhalten und weiterentwickelt werden. (ur)

https://www.bdew.de
https://www.vku.de

Stichwörter: Politik, Wasserstoff, BDEW, VKU



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik

Porträt: Einfach mal machen Bericht
[27.7.2021] Learning by Doing – nach diesem Motto gestaltete Dr. Kerstin Busch eine facettenreiche Karriere. Erfahrungen sammelte die Sprecherin der Geschäftsführung der Berliner Stadtwerke als Ingenieurin in der Wirtschaft, bei Beratungsunternehmen und im Bankwesen. mehr...
Dr. Kerstin Busch
Interview: Den Energiewende-Turbo einlegen Interview
[20.7.2021] Die neue Bundesregierung muss einen Rahmen schaffen, der In­ves­titionen in die Energiewende erleichtert, sagt Kerstin Andreae. Im stadt+werk-Interview spricht die BDEW-Hauptgeschäftsführerin auch über die Klimapolitik in der Ära von Bundeskanzlerin Merkel. mehr...
Kerstin Andreae ist seit November 2019 Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).
Plattform EE BW: Klimaschutzgesetz nachschärfen
[19.7.2021] Die Plattform EE BW plädiert für eine Nachschärfung des Klimaschutzgesetzes Baden-Württemberg. Die kommunale Daseinsvorsorge soll um Wärmeversorgung erweitert werden. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Neues Klimaschutzgesetz
[7.7.2021] Als erstes Bundesland hat Nordrhein-Westfalen die kürzlich verabschiedeten Bundesziele übernommen. Jetzt hat der Landtag ein neues Klimaschutzgesetz verabschiedet. Für die Umsetzung stellt es Fördermittel in Höhe von 100 Millionen Euro bereit. mehr...
EnWG-Novelle: Erdgas und H2 gemeinsam reguliert
[28.6.2021] H2vorOrt begrüßt die Entscheidung, mit der Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes Gas- und Wasserstoffnetze gemeinsam zu regulieren. mehr...

Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 7/8 2021
stadt+werk, Ausgabe Sonderheft 2021
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2021
stadt+werk, Ausgabe 3/4 2021

iS Software GmbH
93059 Regensburg
iS Software GmbH
GWAdriga GmbH & Co. KG
10719 Berlin
GWAdriga GmbH & Co. KG
cosymap GmbH
04103 Leipzig
cosymap GmbH
A/V/E GmbH
06112 Halle (Saale)
A/V/E GmbH

Aktuelle Meldungen