Mittwoch, 14. April 2021
Sie befinden sich hier: Startseite > Themen > Unternehmen > Grüner Stahl

Thyssenkrupp:
Grüner Stahl


[7.12.2020] Das Unternehmen Thyssenkrupp Steel will die Stahlproduktion grüner machen und setzt dabei auf Wasserstoff. Das Gas soll in einer Elektrolyse-Anlage am STEAG-Standort in Duisburg-Walsum erzeugt werden.

Am STEAG-Standort in Duisburg-Walsum soll eine Anlage zur Wasserstoffelektrolyse errichtet werden. Das Essener Energieunternehmen STEAG, der Duisburger Stahlhersteller Thyssenkrupp Steel und der Dortmunder Elektrolyseanbieter Thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers wollen eine Anlage zur Wasserstoffelektrolyse am STEAG-Standort in Duisburg-Walsum errichten. Wie die Unternehmen mitteilen, wird dazu eine Machbarkeitsstudie erarbeitet. Ziel sei die Belieferung des Stahlwerks von Thyssenkrupp Steel im benachbarten Duisburger Stadtteil Bruckhausen mit grünem Wasserstoff und Sauerstoff.
Der Wasserstoff soll zunächst in den bestehenden Hochöfen einen Teil des eingesetzten Kohlenstoffs ersetzen und später in neuen Direktreduktionsanlagen zum Einsatz kommen. Schon in den kommenden Jahren rechnet das Unternehmen durch die Umrüstung eines Hochofens mit einem Bedarf von rund 20.000 Tonnen an grünem Wasserstoff pro Jahr. Dieser Bedarf werde bis 2050 durch die schrittweise Umstellung des Anlagenparks auf etwa 720.000 Tonnen jährlich ansteigen. Mit einer Leistung von bis zu 500 Megawatt (MW) könnte die geplante Elektrolyse auf dem STEAG-Gelände bereits bis zu rund 75.000 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr liefern.
Wasserstoff ist der Schlüssel zur klimaneutralen Stahlproduktion bei thyssenkrupp in Duisburg. Arnd Köfler, Vorstand bei Thyssenkrupp Steel, erklärt: „Im Kern baut unsere Klimatransformation auf Wasserstoff. Er ist der Schlüssel, um den großen Hebel umzulegen, den wir bei der Senkung der CO2-Emissionen in der Stahlindustrie haben. Dabei ist es wichtig, frühzeitig zu planen. Wir müssen heute die Weichen für die Versorgung stellen, um morgen klimaneutralen Stahl produzieren zu können.“ STEAG-Geschäftsführer Ralf Schiele ergänzt: „Das gemeinsame Projekt von Thyssenkrupp und STEAG hätte Signalwirkung für ein wichtiges Zentrum der deutschen Industrie: Aufbau und Betrieb einer Elektrolyseanlage in dieser Größenordnung sicherte nicht nur langfristig den Stahl- wie auch Energiestandort Duisburg, sondern machte die Stadt mit einem Schlag zur Keimzelle einer erfolgreich florierenden, grünen Wasserstoffwirtschaft.“ (al)

https://www.thyssenkrupp-steel.com
https://www.steag.com

Stichwörter: Unternehmen, STEAG, Thyssenkrupp Steel, Wasserstoff

Bildquelle v.o.n.u.: euroluftbild.de/Hans Blossey, thyssenkrupp Steel Europe

Druckversion    PDF     Link mailen


swsh2104

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Unternehmen

Stadtwerk am See: Bürkle weitere fünf Jahre Chef
[13.4.2021] Alexander-Florian Bürkle bleibt für weitere fünf Jahre Geschäftsführer des Stadtwerks am See. Sein Ziel: Die Stadtwerke-Gruppe aus Friedrichshafen und Überlingen am Bodensee soll zum vielseitigen Dienstleister werden. mehr...
Bleibt weitere fünf Jahre Chef des Stadtwerks am See: Alexander-Florian Bürkle.
Mainova: Gutes Ergebnis im Corona-Jahr
[1.4.2021] Der Frankfurter Energiedienstleister Mainova erwirtschaftete 2020 ein bereinigtes Konzernergebnis von 160 Millionen Euro. mehr...
Der Mainova-Vorstand mit dem Geschäftsbericht 2020.
Pfalzwerke: Wasserstoff aus der Pfalz
[1.4.2021] Die Pfalzwerke planen den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur in der Pfalz. Eine erste Erzeugungsanlage soll in Bad Dürkheim entstehen. mehr...
Stadtwerke Heidelberg: Geschäftsführer wiederbestellt
[31.3.2021] Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Heidelberg hat zugestimmt, drei Geschäftsführer von vier Gesellschaften des Unternehmens vorzeitig wieder zu bestellen. mehr...
N-ERGIE: 2020 mit gutem Ergebnis
[31.3.2021] N-ERGIE erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 2,3 Milliarden Euro und damit etwas mehr als im Vorjahr. Der Gewinn sank leicht auf 129,1 Millionen Euro. mehr...

Suchen...

 Anzeige

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 3/4 2021
stadt+werk, Ausgabe 1/2 2021
stadt+werk, Ausgabe 11/12 2020
stadt+werk, Ausgabe 9/10 2020

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Unternehmen:

Aktuelle Meldungen