Mittwoch, 25. Mai 2022

PwC-Studie:
Energie braucht mehr Frauen-Power


[19.1.2022] Die PwC-Studie „Frauen in der Energiewirtschaft" weist nach, dass die Frauenquote für Führungspositionen wirkt. In der Energiewirtschaft gibt es immer mehr weibliche Führungskräfte. Doch das gilt nicht für alle Bereiche.

Seit August 2021 ist das Zweite Führungspositionen-Gesetz (FüPoG II) in Kraft und soll die Gleichberechtigung von Männern und Frauen in Führungspositionen weiter fördern. Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland (PwC) wollte wissen: Brauchen ein moderner Industriestaat wie Deutschland und speziell die Energiewirtschaft die Quote wirklich? Um das herauszufinden, hat PwC analysiert, wie viele Frauen in der Energiewirtschaft als Führungskräfte tätig sind. In die Analyse einbezogen wurden die 500 nach Beschäftigtenzahl größten Unternehmen der Energiewirtschaft mithilfe einer externen Datenbank sowie Politik und Behörden, 50 Interessenverbände und jeweils 20 wissenschaftliche Institute und Frauennetzwerke mit einer Deep-Web-Recherche. Ein Kernergebnis vorweg: Die Quote wirkt, wie der Vergleich mit den Vorgängerstudien aus den Jahren 2014 und 2018 zeigt. Im Jahr 2021 liegt der Anteil weiblicher Führungskräfte im Energiesektor insgesamt bei 15,5 Prozent. 2018 lag er bei 12, 2014 bei 10 Prozent. Auch in den Verwaltungs- und Aufsichtsräten ist der Frauenanteil gestiegen: von 11 (2014) auf 19 Prozent (2021). In den Geschäftsführungen von GmbHs dagegen ist der Frauenanteil von 8 Prozent im Jahr 2014 auf 6 Prozent im Jahr 2021 gesunken (2018: 7 Prozent). Bemerkenswert dabei: Für Verwaltungs- und Aufsichtsräte gilt die im Ersten und Zweiten Führungspositionen-Gesetz festgelegte Frauenquote, für Geschäftsführungen dagegen nicht.
„Der Unterschied zwischen dem Frauenanteil in Verwaltungs- und Aufsichtsräten auf der einen und Geschäftsführungen auf der anderen Seite ist frappierend. Die verbindliche Quote kann ein wichtiger Grund hierfür sein. Dass es insgesamt mehr und mehr Frauen in Führungspositionen gibt, ist erfreulich. Aber wir sind noch nicht am Ziel. Denn selbst 30 Prozent entsprechen noch lange nicht dem Frauenanteil in der Gesellschaft, erklärt Petra Raspels, Partnerin und Head of People & Organisation bei PwC Deutschland und Europa. In allen untersuchten Sektoren der Energiewirtschaft ist der Anteil der weiblichen Führungskräfte gestiegen: in der Energiepolitik und bei Behörden im Energiesektor von 27 auf 40,5 Prozent, bei den wissenschaftlichen Instituten von 22 auf 28,8 Prozent und bei den Interessenverbänden von 18 auf 24,1 Prozent (jeweils 2018 gegenüber 2021). In den Führungsetagen von Stadtwerken sind 2021 mit einem Anteil von insgesamt 16,1 Prozent vergleichsweise wenige Frauen vertreten. Dasselbe gilt für Unternehmen aus dem Sektor der erneuerbaren Energien, wo es derzeit ebenfalls 16,1 Prozent weibliche Führungskräfte gibt (2018: 11 Prozent). Den mit Abstand größten Anteil weiblicher Führungskräfte gibt es im Marketing: Mehr als die Hälfte (56,7 Prozent) der Führungskräfte ist weiblich (2018: 40 Prozent). Auch im Personalwesen der Energiewirtschaft führen 2021 mit 41,4 Prozent relativ viele Frauen. (ur)

https://www.pwc.com

Stichwörter: Unternehmen, PricewaterhouseCoopers, Gleichberechtigung, Frauenquote



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