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Mittwoch, 19. Juni 2019

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Online-Meldungen statt Vor-Ort-Kontrolle:
Smartphonetaugliches System zur Fernüberwachung von Stromaggregaten macht aufwändige Kontrollbesuche überflüssig


18.8.2014 Netzbetreiber prüfen regelmäßig alle Netzkomponenten innerhalb ihres Netzgebiets. Handelt es sich um die Kontrolle mobiler Stromaggregate, so kann dies für die Mitarbeiter zu einer Mammutaufgabe werden. Um sich diese aufwändigen Kontrollbesuche sparen und dennoch auf etwaige Ausfälle und Störungen reagieren zu können, nutzt die N-ERGIE Service GmbH, die für den Netzservice des Netzbetreibers N-ERGIE Netz GmbH verantwortlich ist, seit kurzem ein proaktives Überwachungs- und Fehlermanagement. Dabei handelt es sich um eine Visualisierung der POLYMA Energiesysteme GmbH, die eine Fernüberwachung von mobilen Stromaggregaten per Smartphone und Tablet erlaubt. Damit lassen sich alle Zustandsdaten der Stromerzeugeraggregate ganz einfach online überprüfen. Die Software und die Parametrierung der Speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) werden dabei direkt im Hause POLYMA entwickelt, was schnelle Lieferzeiten und ein gutes Qualitätsmanagement garantiert.

Fernwartung per Handy Um ihren Netzservice weiter auszubauen, hat sich die N-ERGIE Service GmbH, ein Tochterunternehmen der N-ERGIE Aktiengesellschaft in Nürnberg, neue fahrbare Notstromsysteme angeschafft: drei 390 kVA-Aggregate sowie ein 780 kVA-Aggregat. Dabei hatte man die Option für eine Überwachungslösung der Firma POLYMA von vornherein eingeplant. „Der Vorteil liegt darin, dass das Überwachungs- und Fehlermanagement im Schaltschrank integriert ist. Alle wichtigen Meldungen wie Störungen oder relevante Betriebsdaten können mit dem System so übermittelt und online angezeigt werden“, erklärt Peter Weiß, Qualitätsmanager der N-ERGIE Service GmbH. Seit drei Monaten wird das Fernmeldesystem nun unter realen Bedingungen getestet – und die Erwartungen wurden bislang erfüllt: Für die N-ERGIE Service GmbH erleichtert die Fernüberwachung die Überprüfung und Kontrolle ihrer Aggregate. Während die Mitarbeiter früher vor Ort sein mussten, um das jeweilige Gerät zu prüfen, können jetzt via Funk sämtliche Aggregatdaten und Messwerte sowie Fehler oder Störungen per E-Mail oder SMS abgerufen werden. „Über Online-Monitoring ist es möglich, schnell zu prüfen, ob das Aggregat in Betrieb ist“, berichtet Weiß. Dieses Feature der Datenübermittlung in Echtzeit ist für die N-ERGIE Service GmbH besonders wichtig. Aufgrund der Benachrichtigungen können daraufhin weitere Maßnahmen abgeleitet und dementsprechend ausgeführt werden. Auch die Bedienung des Systems ist einfach und erfolgt intuitiv. Besondere Vorkenntnisse sind nicht notwendig.

Fernübertragung der Aggregatzustände ermöglicht punktgenaue Wartung

Derzeit werden die Meldungen auf das Diensthandy und per E-Mail gesendet. Mittels Fernwartungsportal erfolgt zudem eine Überwachung und Kontrolle der vier Aggregate. „Die Fernüberwachung ist eine sinnvolle Ergänzung, da unser Netzgebiet sehr groß ist und meist weite Anfahrtswege nötig wären, um alles zu kontrollieren“, so der Qualitätsmanager.

Sämtliche Daten werden aus der Aggregatsteuerung über eine ModBUS-Schnittstelle an die SPS im Aggregatschaltschrank übermittelt. Diese verarbeitet die Daten und leitet sie per GPRS Modem an den jeweiligen Server weiter, der diese dann für die Benutzeroberfläche bereitstellt. Die Daten- und Messwerte können bis zu 30 Tage lang komplett mithilfe einer Excel-Liste ausgewertet werden. Dadurch lassen sich unter anderem die Ursachen einer möglichen Störung genau nachvollziehen und zurückverfolgen. Der Inhalt der Datenbank wird von einem Webserver aufbereitet und lässt sich benutzergesteuert und passwortgeschützt mit einem browserfähigen Endgerät wie Smartphone oder Tablet abrufen. Dabei passt sich das Layout der Anzeige automatisch dem jeweiligen Endgerät an und der Nutzer erhält alle Messwerte im zwei Sekunden-Intervall.

Übermittelt werden sowohl statistische Daten über das Aggregat, auch eine Bedienungsanleitung sowie Schalt- und Baupläne. Gleichzeitig meldet das Gerät kontinuierlich seinen Standort, den Kraftstoffvorrat, den Betriebszustand, die Leistungen und Ströme und die Motortemperatur. Falls zum Beispiel der Tankinhalt unter zehn Prozent fällt, ein kurzfristiger Wartungsbedarf entsteht, eine Batterieunterspannung vorliegt oder der Anlauf gestört ist, werden der Servicetechniker oder hinterlegte Ansprechpartner direkt per Mail oder SMS informiert. Je nach Dienstleistungspaket können die Daten auch direkt an Polyma weitergeleitet werden. Ein 24h-Service kümmert sich dann um die Fehlerbehebung.
Aber nicht nur bei akuten Störungen, sondern ebenso bei geplanten Wartungen unterstützt der Demonstrator den Betreiber. In der Datenbank können dazu pro Gerät zwei Serviceintervalle festgelegt werden: die Anzahl der Betriebsstunden seit der letzten Wartung und die Anzahl der Standtage seitdem. Erreicht einer der beiden Werte einen festgelegten Trigger, sendet das Gerät eine automatische Meldung via SMS oder E-Mail.

Individuelle Kundenanpassungen und Diebstahlschutz

Fabian von Frankenberg, Vertriebsleiter der POLYMA Energiesysteme GmbH „Wir gehen passgenau auf die Wünsche unserer Kunden ein und realisieren, was diese benötigen, um Geld und Ressourcen zu sparen“, fasst Fabian von Frankenberg, Vertriebsleiter der POLYMA Energiesysteme GmbH, das Konzept zusammen. Dabei lässt sich die Benutzeroberfläche des Gerätes je nach Kundenwunsch verändern und anpassen.
Außerdem ermöglicht ein Systemtest die Überprüfung, ob das jeweilige Programm des Smartphones oder Tablets hinsichtlich seiner Software überhaupt mit dem System des Demonstrators kompatibel ist.

Alle Demonstratoren sind durch GPS und einen Beschleunigungssensor diebstahlgeschützt. Dazu wird das GPS-Modul direkt an das Stromerzeugeraggregat angebunden. Die gemeldeten Daten werden auf einer digitalen Landkarte auf der Fernwartungsseite visualisiert. Durch die Definition eines bestimmten Radius, gibt das Gerät automatisch Alarm, wenn sich das Aggregat außerhalb dieses Umkreises bewegt.


Über N-ERGIE Service GmbH
Die N-ERGIE Service GmbH ist ein Tochterunternehmen der Nürnberger N-ERGIE Aktiengesellschaft,.die zu den zehn größten deutschen Stromanbietern zählt. Der regionale Energiedienstleister versorgt große Teile Mittelfrankens und angrenzende Gebiete mit Strom und Erdgas sowie die Stadt Nürnberg mit Wasser und Fernwärme. 2013 setzten die rund 2.200 Mitarbeiter 2,3 Mrd. Euro um. Die Netze der N-ERGIE Aktiengesellschaft werden durch die N-ERGIE Netz GmbH bewirtschaftet, für deren Netzservice die N-ERGIE Service GmbH verantwortlich ist. Die N-ERGIE ist einer der großen Investoren in der Region und engagiert sich dort sozial und kulturell in vielfältiger Weise.

Über POLYMA
Seit seiner Gründung 1948 produziert POLYMA maßgeschneiderte Stromerzeuger und Flutlichtanlagen. Dabei stehen Forschung und Entwicklung bis heute stets im Vordergrund. So hat sich das Unternehmen über die Jahre eine umfangreiche Produktpalette erarbeitet. Mitte der 50er Jahre baute es beispielsweise Stromerzeuger für Krankenhäuser im Mittleren Osten, Afrika und Südamerika. Im Jahrzehnt darauf wurde die „Lichtgiraffe“ für Feuerwehren, Polizei und Militär entwickelt und in den 90er Jahren Selbstfahrer, Spezialcontainer sowie Stromerzeuger mit Katalysatoren, Russpartikelfiltern und hydraulischem Selbstfahrantrieb. 2008 bezog das Unternehmen ein größeres Firmengebäude in Waldau bei Kassel mit neuer Fertigungshalle und modernster Verwaltung sowie Prüfstand. Dort entwickelt und produziert POLYMA in gewohnt innovativer Manier Lösungen zur mobilen Stromerzeugung von der Flutlichtanlage für das weite, platte Land, das Gebirge oder die enge Gasse in der verwinkelten Altstadt. Je nach Rahmenbedingungen und örtlichen Gegebenheiten entwickelt das Unternehmen so individuell die optimale Anlage.

Info:
http://www.n-ergie.de
http://www.polyma.net


Bildquelle: POLYMA Energiesysteme GmbH

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