Sonntag, 25. Oktober 2020

enviaM:
Studie zur Energiewende Ost


[15.8.2016] In Ostdeutschland geht die Zustimmung zur Energiewende zurück. Trotzdem glaubt eine knappe Mehrheit der Ostdeutschen, dass der Umbau der Energieversorgung gelingen wird.

Studie Energiewelt Ost: Zufriedenheit mit der Umsetzung der Energiewende nimmt ab. Die Zustimmung zur Energiewende in Ostdeutschland ist weiterhin hoch, im Vergleich zum Vorjahr aber rückläufig. Dies ist das Ergebnis der Studie Energiewelt Ost der Universität Leipzig im Auftrag des Energieversorgers envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM). Laut der Studie befürworten 69 Prozent der Bürger, 70 Prozent der Kommunen und 64 Prozent der energieintensiven Unternehmen den Umbau der Energieversorgung. Die Zustimmung sank jedoch gegenüber der Studie des Vorjahrs: bei den Bürgern um neun Prozent, bei den Kommunen um sieben Prozent und bei den energieintensiven Unternehmen um drei Prozent.
Weitere Ergebnisse der Studie: Eine knappe Mehrheit der Ostdeutschen ist der Meinung, dass die Energiewende gelingen wird. 50 Prozent der Haushalte sowie 53 Prozent der Kommunen und energieintensiven Unternehmen sind dieser Auffassung. Zur Zukunft der Energieversorgung haben die Ostdeutschen klare Vorstellungen. Alle Befragten glauben, dass sich das Speichern von Strom aus erneuerbaren Energien durchsetzen und die intelligente Vernetzung von Stromanwendungen an Bedeutung gewinnen wird. Uneinigkeit herrscht bei der Bewertung der Elektromobilität. 69 Prozent der Unternehmen meinen, dass das Fahren mit Strom zunehmen wird. Die Haushalte (50 Prozent) und Kommunen (35 Prozent) sind hier deutlich skeptischer.
Oliver Rottmann, Studienleiter und geschäftsführender Vorstand des Kompetenzzentrums Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge an der Universität Leipzig, kommentiert die Zahlen so: „Es ist erfreulich, dass die breite Mehrheit der Ostdeutschen weiter hinter der Energiewende steht, allerdings sollte uns die rückläufige Zustimmung zu denken geben. Seit Beginn der Energiewende beklagen die Ostdeutschen die hohen Kosten und die politische Uneinigkeit. Hier herrscht akuter Handlungsbedarf.“ enviaM-Vorstandschef Tim Hartmann erklärt: „Ostdeutschland ist Vorreiter bei der Energiewende. Ohne die Akzeptanz der Bürger, Unternehmen und Kommunen können wir den Wandel der Energieversorgung nicht weiter vorantreiben. Wir müssen die Sorgen der Ostdeutschen ernst nehmen, wollen wir sie als Fürsprecher der Energiewende nicht verlieren.“
Für die Studie Energiewelt Ost wurde laut enviaM im Rahmen von telefonischen und schriftlichen Befragungen von Januar bis März 2016 die Einstellung in Ostdeutschland zur Energiewende untersucht. 1.650 Haushalte, 155 Kommunen und 45 Unternehmen der energieintensiven Industrie haben an der Befragung teilgenommen. (al)

Studie Energiewelt Ost (Deep Link)

Stichwörter: Politik, enviaM, Studie

Bildquelle: enviaM / Universität Leipzig

Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik

BNetzA: 6,50 Cent EEG-Umlage für 2021
[22.10.2020] Auf 6,50 Cent je Kilowattstunde hat die Bundesnetzagentur die EEG-Umlage für 2021 festgelegt. Damit sinkt sie leicht. mehr...
Schleswig-Holstein: 30 Millionen Euro für Wasserstoff
[22.10.2020] Die Landesregierung von Schleswig-Holstein hat eine Wasserstoffstrategie beschlossen. Mit ihr sollen bis 2023 30 Millionen Euro an Fördergeldern fließen. mehr...
EEG-Umlage: 10,8 Milliarden als Zuschuss nötig
[16.10.2020] Die von der Bundesregierung für das Jahr 2021 gedeckelte EEG-Umlage von 6,5 Cent pro Kilowattstunde erfordert einen Bundeszuschuss von 10,8 Milliarden Euro. Das haben die Übertragungsnetzbetreiber berechnet. Kritik kommt unter anderem vom BEE und VKU. mehr...
Die Offshore-Umlage wirkt sich 2021 leicht senkend auf den Strompreis aus.
EnBW: Baustart für neue Gasturbine
[14.10.2020] Ein Notstromaggregat zur Sicherung der Netzstabilität in Süddeutschland entsteht in Marbach. Jetzt startete der Energiekonzern EnBW den Bau des mit leichtem Heizöl betriebenen Gasturbinenkraftwerks auf dem Kraftwerksgelände bei Marbach. mehr...
Spatenstich für die neue Netzstabilitätsanlage in Marbach.
BWE: Kommunen beteiligen
[13.10.2020] Der Bundesverband WindEnergie plädiert bei Windpark-Projekten für eine verpflichtende Zahlung an die Standortgemeinden. Im aktuellen Entwurf zur EEG-Novelle ist diese nicht mehr enthalten. mehr...

Suchen...

 Anzeige

 Anzeige

 Anzeige

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 9/10 2020
stadt+werk, Ausgabe 7/8 2020
stadt+werk, Sonderheft Juni 2020
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2020

VIVAVIS AG
76275 Ettlingen
VIVAVIS AG
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH
A/V/E GmbH
06112 Halle (Saale)
A/V/E GmbH
GIS Consult GmbH
45721 Haltern am See
GIS Consult GmbH

Aktuelle Meldungen